Sa
24
Dez
2011
Weihnachtsengel des Tages: Deutsche Bank
23.12.2011
Wir haben Josef Ackermann und seinen Klonen Unrecht getan. Pünktlich zu Weihnachten zeigt die Deutsche Bank ihr menschliches Gesicht. Das Finanzinstitut wirbt auf seiner Homepage derzeit für die Lebensmittelabgabe an Arme: »Auch Deutsche-Bank-Mitarbeiter (unterstützen) ehrenamtlich diese Winterspeisungen in Frankfurt und übernehmen so ganz persönlich Verantwortung in der Gesellschaft. Im Rahmen der gemeinnützigen Initiative werden warme Mahlzeiten und Vesperpakete an bedürftige und obdachlose Menschen ausgegeben. « Und auch die Kunden dürfen zu dieser wohltätigen Hilfe beisteuern: »Durch Weitersagen auf Facebook können auch Sie jetzt mithelfen. Denn einmal Weitersagen ist ein Euro zusätzliche Unterstützung durch die Deutsche Bank. « Stolz verkündete das Geldhaus am Donnerstagmittag, es seien bereits »1284 Euro für die Winterspeisung« zusammengekommen. 1994 hatte der damalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, die Summe von 50 Millionen D-Mark (25,56 Millionen Euro) als »Peanuts« bezeichnet. Was ist die bislang erbettelte Summe dann nach deren eigenen Maßstäben?
Zu begrüßen ist die Aktion der Bankster aber aus einem ganz anderen Grund. So werden zusätzliche Besucher auf ihre Facebook-Seite gelenkt – und dort wimmelt es seit Tagen von Einträgen, die sich gegen die auch von der Deutschen Bank betriebene Finanzspekulation mit Lebensmitteln richten: »Ihr bringt im großen Stil Menschen um. So einfach ist das. So grauenhaft ist das. « Ausgelöst hatte diese Protestwelle ein Dokumentarfilm der Berliner Politkunstvereinigung »Zentrum für Politische Schönheit« über die Hunger in Afrika verursachenden Machenschaften der Deutschen Bank. Zunächst versuchte das Institut über seine Anwälte, die Verbreitung des knapp 17 Minuten langen Streifen zu verbieten, zog dieses Ansinnen nach massiven Protesten jedoch kleinlaut wieder zurück.
http://www.jungewelt.de/2011/12-23/032.php
Kommentare: 2
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#1
Mit dem Rausschmeißen von Geldern für den Bankenrettungsfond und dem Geld für den Rettungsschirm, sowie wie der Überzahlung von
Bankmanagern (siehe Krisen)etc. ist das wieder
eine Lachnummer.
Ich nenne es einfach DEKADENZ!!!
Die leeren Taschen umdrehen,;Milliarden vom Steuerzahler beziehen und dann protzen.
Würde mich ja mal interessieren, was die D_Bank
gegeben hat, wahrscheinlich haben die Angestellten am Schalter gespendet, während sich die Ackermänner die Taschen stopften. -
#2
Ich fand diese Aktion richtig gut. Das hat auf jeden Fall Aufsehen auf sich gezogen und das Interesse der Leute war recht groß. Aber ob sie mit den Einrägen in dieser Form gerechnet hätte, davon bin ich nicht überzeugt.

Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






