So
18
Dez
2011
Noch mehr Chaos um und im Jobcenter?
Die Trägerversammlung des Jobcenter Zwickau mit den Außenstellen Leipziger Str., Hohenstein-Ernstthal, Glauchau, Limbach-Oberfrohna u. Werdau hat schon im September beschlossen, das Jobcenter zu zentralisieren, es wird nur noch einen Hauptstandort geben.
Der wird wie kann es anders sein in Zwickau Werdauer Str. entstehen. Limbach-Oberfrohna ist schon abgewickelt und die Außenstelle Glauchau steht nun ebenfalls zur Disposition, Hohenstein-Ernstthal wird voraussichtlich Bestand haben. Diese ganze Konzentration auf Zwickau Werdauer Str. soll eine wirtschaftlich bessere Arbeit erbringen. Es wird verlauten lassen, dass 2011 allein für das Jobcenter Zwickau 29,8 Millionen Euro an Verwaltungskosten eingeplant sind. In diese Zahl teilen sich der Landkreis mit 4,3 Millionen und der große Rest kommt von der Bundesagentur. Da es im Jobcenter Werdauer Str. in Zwickau jetzt schon zu eng ist, wird man noch 845 m² mit Zustimmung des Stadtrates Zwickau/Finanzausschuss anmieten. Das Jobcenter wird dann für 5000m² an die Stadt Zwickau Miete und Nebenkosten zahlen müssen, das ist eine Miete von 21.150 Euro monatlich, dazu kommen Betriebskosten von 14.900 Euro. Zu einer Erweiterung behält man sich Optionen offen.
Wann dieser Koloss der Erwerbslosenverwaltung entstehen soll, ist terminlich noch nicht festgelegt.
Das sind geplante Fakten und Zahlen, die zuerst nur an der Wirtschaftlichkeit des Jobcenter festgemacht werden, die Menschen, die Erwerbslosen die dann in dieser Jumbo-Behörde einen Termin wahrnehmen müssen hat man außen vor gelassen. Der Landkreis der seinen öffentlichen Nahverkehr ob Buslinien oder Bahn immer mehr ausdünnt, hat so scheint es noch nicht daran gedacht zu haben, dass nicht alle Erwerbslosen ein eigenes Fahrzeug besitzen. Es wird sollte es soweit kommen ein Dilemma für viele sein, Zwickau zu erreichen. Das heißt zur Zeit zum Termin zu erreichen, denn man kann sich nicht vorstellen, dass der SB erst den Fahrplan studiert, wann denn Frau X oder Herr Y kommen können, da ist der Wirtschaftlichkeit doch ein Tor geöffnet, Sanktionen. Das werden für Erwerbslose Tagesausflüge da sollte schon jetzt darauf hingewiesen werden, dass jeder der zum Termin muss einen Fahrtkostenantrag stellt! Da wird dann die Wirtschaftlichkeit schon wieder ins Minus geraten. Man kann sich durchaus auch vorstellen, dass das für viele Mitarbeiter Stress bedeutet, jeden Tag einen langen Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Wer wird dann wohl der sein, der diesen Stress zu spüren bekommt, ganz klar der Erwerbslose der auch schon eine Anreise hinter sich hat.
Der Landkreis hat eine Fläche von 949 km² er hat 14 Städte und 19 Gemeinden und alle die, die irgendwie am Tropf des Jobcenter hängen, ob 100% erwerbslos oder aufstockend, alle müssen auf zum Jobcenter-Pilgern nach Zwickau, wer soll das in Ordnung finden?
Verweis:
Zahlenangaben „Wochenspiegel“ 17.12.2011
M. Madaus
Kommentare: 5
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#1
Das ist in Stendal auch nicht anders!Persönlich habe ich 50km Anfahrt zum Jobcenter.Öffenliche Verkehrsmittel sind sehr schwierig oder sehr umständlich zu nutzen.
Auf meine Anfrage,ob man die Vorladungen nicht mit dem Busfahrplan koordinieren könnte,bekam ich die patzige Antwort-um was sollen wir uns denn noch alles kümmern!Man sucht bewusst einen Grund zum Sanktionierne. -
#2
Eine bodenlose Sauerei ist das ! Aber in Anbetracht der Tatsache daß ich der seltenen "Spezies" angehöre die sich auch die Mühe macht schriftliche Beschwerden zu verfassen , und sie an übergeordnete Stellen einzureichen , ergibt sich mir die Frage wieviele Ignoranten davon auch betroffen sind ! An all diesen Miseren tragen die Ignoranten nämlich die Schuld , und kein Anderer .....
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#3
Wenn ich mir den Artikel so durchlese fällt mir ein , dass es im Jobcenterbeirat nicht einen echten Vertreter der Erwerbslosen gibt und die über alles erhabene Trägerversammlung besteht nur aus „kommunalpolitisch engagierten“ Beamten, Angestellten und unseren Politikern. Es mag hart klingen, die sind aber alle in der Materie Erwerbslos, vollkommene Laien. So eine Mammut Behörde schaffen zu wollen, ist schon mehr als gewagt und an der so viel genannten Wirtschaftlichkeit kann man jetzt schon zweifeln. Verzweifeln werden die, welche dann Anreisen haben werden die Stunden dauern und dann noch unnütz waren.
Sollten wir das abwarten oder ehe noch mehr Geld verpulvert wird, unser Veto einlegen?
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#4
Die BA will und wird bundesweit die Anzahl der JC aus Kostengründen verringern. Der sogenannte "Kunde" bleibt in der Servicewüste BRD auf der Strecke. Das wie, wann und warum juckt die Obrigkeit nicht. Es zählt nur die durch die Umstrukturierrung erzielten Kosteneinsparungen. Für uns alle sind das wieder einmal Verschlimmbesserungen.
Bin gespannt wie man gegen den ersten Sanktiionsbescheid vorgehen wird, der aufgrund der Zentralisierung, verhängt wird, und die öffentl. Verkehrsmittel nicht zu den vorgebenen Zeiten fahren.
Wichtig ist auch noch einmal der Hinweis auf dieser Homepage, dass alle ALG-II-Emfpänger daran denken sich bei einer Einladung durch das JC das Fahrgeld erstatten zu lassen. -
#5
Wäre doch mal was, wenn jeder HE einen Fahrtkostenantrag stellt. Dann wären Die das nächste halbe Jahr beschäftigt und kämen nicht mehr auf Ihren Horrortrip, HE's fertig zu machen.

Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






