So
04
Dez
2011
Jobcenter in Limbach-Oberfrohna dicht gemacht
Zu wenig Arbeitslose, zu viele Kosten. So teilte es uns Mario Müller Volljurist und Geschäftsführer des JC wenigstens am Freitag im Wochenspiegel mit.
Aber alles kein Problem, denn Auskunft erteilt zukünftig der Bürgerservice des Landratsamtes in Limbach-Oberfrohna und zu dem steht ein kostenloser Telefonanschluss zu allen JCs im Landkreis zur Verfügung. 80% aller Anliegen könnten so in Limbach abschließend geklärt werden und fernmündlich würden auch alle Fragen geklärt werden können. Selbst der OB von Limbach-Oberfrohna, Herr Rickauer, sei angesichts der Tatsache, dass Limbach-Oberfrohna nicht in die Entscheidungsfindung mit eingebunden war, mit der guten Regelung zufrieden.
Na toll, kann man dazu nur sagen. Hier wird wieder auf Kosten der Arbeitslosen gespart. Wenn man wirklich eine schlankere und effizientere Verwaltung will, kann man sicherlich an anderen Ecken sparen.
Haben nicht mal in den JCs viele Mitarbeiter das Wissen und die Kompetenz, nach Gesetzbuch und Rechtsprechung Auskunft zu erteilen und ihre Entscheidungen zu fällen, wie soll das komplizierte und undurchschaubare Hartz IV dann von einem Bürgerservice gehändelt werden?
Die Nummer mit dem Telefon ist sowieso ein Lacher, denn die Mitarbeiter sind telefonisch überhaupt nicht erreichbar. Man landet in einem Callcenter, dessen Mitarbeiter so viel Wissen zu Hartz IV haben, wie ein Schwimmmeister.
Mit der guten Busverbindung nach Hohenstein-Ernstthal dürfen nun alle Leistungsberechtigten dorthin fahren und selbstverständlich bekommen sie auf Antrag ihr Fahrgeld erstattet und sie werden auch zu Zeiten eingeladen, die sich an den Fahrplänen der Busse ausrichten, so jedenfalls Herr Müller.
So wird die Öffentlichkeit hinters Licht geführt, denn nach dem Artikel im Wochenspiegel glaubt nun der Leser, dass alles in Ordnung ist. Dass die meisten Hartz IV-Bezieher überhaupt nicht wissen, dass sie das Fahrgeld ersetzt bekommen und dass die Mitarbeiter in den JCs sie darüber auch nicht aufklären, weiß natürlich niemand und nach allen Erfahrungen mit der Arbeitslosenverfolgungsbehörde wird sicherlich von den meisten Mitarbeitern keinerlei Rücksicht auf den Busfahrplan genommen. Im Gegenteil, hier bietet sich ein vortrefflicher Sanktionierungsgrund. Und so, wie Herr Mario Müller beim Hausverbot gegen ein Gegenwindmitglied gelogen hat, ist zu vermuten, dass diese Argumente ebenfalls eine Lüge sind um diesen Schritt der reinen Geldeinsparung in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
Und eines steht auch fest, dass dürfte auch so in der Öffentlichkeit niemandem bekannt sein, wenn es eine Sache zu klären gibt und man kommt in L.-O. nicht weiter und muss nach H.-E. fahren, bekommt man das Fahrgeld nicht erstattet, dies gilt nämlich nur für Einladungen vom JC. So verschärft sich die Lage für die Betroffenen weiter und Volljurist Müller lacht hier in eine tote Leitung.
http://www.wochenspiegel-sachsen.de/typo3temp/pics/8a29ce8b79.jpg
Diese Leitung endet im Callcenter. Das wissen die beiden anderen natürlich nicht und freuen sich deshalb mit.
So wird die Öffentlichkeit von den Herrschaften verarscht und die Hartz IV-Bezieher aus Limbach sind die Dummen.
A. Pianski
Kommentare: 6
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#1
Er sieht so aus wie „Alf“, der wollte immer nach Hause telefonieren. Nur warum lächelt Herr Müller so, hat er „Alf“ am Ende der Leitung oder ist das Werbung für die Nummer „wo sie geholfen werden“. Die 0375 60 600 ist die Nummer wo es erst was kostet, also Geld und dann Nerven um an die heranzukommen, die man sprechen will. Meist endet ein Gespräch mit der Antwort „der Rückruf kommt innerhalb von 2 Werktagen“. Ich hoffe für alle Limbach-Oberfrohnaer Hartz IV-Bezieher, dass ihnen das erspart bleibt.
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#2
Ist doch mal was Neues.Der Jobcenter ist nicht zu erreichen,
da kann man doch gleich noch mehr Sanktionen verhängen.
Man ist einfallsreich, das muss ich den Leuten vom JC
zu gestehen. -
#3
Es dürfte ja inzwischen auch klar sein warum Müller in Zwickau angeheurt wurde!! Er wurde als "Killer" und Jobvernichter engagiert, damit die BA und das Landratsamt, vertreten durch Dr. Scheurer, die angeblich so hohen Kosten zu reduzieren. Als "Killer", um Mitarbeitern im ehemaligen JC Limbach-Oberfrohna Aufhebungsverträge unterzujubeln.
Der Limbacher Bürgermeister will von alledem nichts gewusst haben??? Ist ja lachhaft!!!! Es sei denn, er hat den LR sehr verärgert!!
Ich hoffe, dass alle Hilfeempfänger auch jedesmal das Fahrgeld von L.-O. nach Hot beantragen. Egal, ob mit dem PKW oder öffentl. Verkehrsmitteln. Verzichtget und vergesst das bloss nicht, denn damit verschenkt ihr das Geld.
Mal sehen, wo der nächste Topf für Kostenreduzierungen steht, den Müller auskippen kann!!
Immer, wenn es um Umstrukturierungen geht, dann fallen Arbeitsplätze weg. Da Müller mit Sicherheit der Großverdiener im JC ist, wäre es ratsam die Kosten, die er verursacht (inkl. der Personalnebenkosten wie Dienstwagen, zulagen, Altersvorsorge usw.), zu reduzieren.
Ich würde seinen Job für 1/3. seiner jetzigen Bezüge übernehmen! Na, Herr LR, wäre das nicht verlockend. Ich sorge auch dafür, dass er geht, ohne das zusätzliche Kosten entstehen.
rasant
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#4
Das möchte ich sehen, wie Herr Müller früh mit dem Trabant
kommt! -
#5
Also meines Wissens nach wollte ALF niemals "Nach Hause telefonieren" sondern ein "SLT - Schinken Lucky Sandwich" (Lucky ist die Katze der Tanners!)
Der mit dem "Nach Hause telefonieren" war E.T. !!! -
#6
Korrektur: SLT = Schinken Lucky TOAST

Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






