Sa

12

Nov

2011

Überraschung

Am Donnerstag haben wir vor dem Jobcenter Leipziger Str. in Zwickau Informationen verteilt und spontan wurde ich als Beistand gebraucht.

Der Leistungsberechtigte hatte seine Lage ein paar Tage vorher am Telefon geschildert, sodass ich etwas eingeweiht war in seine Problematik, es ging um Leistungen die er nicht erhalten hatte. Sachbearbeiterin und Leistungsberechtigter haben Wochenlang aneinander vorbei geredet und es ist nichts dabei herausgekommen außer Missverständnisse.

Der Leistungsberechtigte hat seinen Termin zuerst allein wahrnehmen wollen, wobei er sich dann mit der Sachbearbeiterin wieder nicht einigen konnte und um Beistand bat.

 

Jetzt kommt die Überraschung, das 1. Mal, in der Zeit wo ich als Beistand mitgehe, freut sich eine Sachbearbeiterin, dass ich mitkomme, fast wäre ich sprachlos gewesen, denn nach allem was so abgeht zur Zeit war ich eben total überrascht.

Dass, die Beiden wirklich nicht miteinander konnten war im Gespräch festzustellen, da noch eine weitere Sachbearbeiterin(vermutlich ein Dienstgrad höher) anwesend war, konnte die Sache schnell geklärt werden und die Leistungen wurden am Donnerstag noch in bar gezahlt, zuzüglich einer Nachzahlung.

 

Das sagt uns wieder, nicht ohne Beistand ins Amt!!!

 

M. Madaus

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Kommentare: 3

  • #1

    Hans M. (Sonntag, 13 November 2011 11:39)

    Es beweist doch wieder einmal, es geht auch ohne Stress ab. Aber,ohne Beistand hätte der Leistungsberechtigte am Hungertuch nagen müssen.
    Ihr in den JC's müsst Euch klar machen,
    "Ihr entscheidet über Menschenschicksale".
    Damit solltet Ihr ohne Ansehen der Person entscheiden und auch etwas mehr Kulanz zeigen und lieber alles 3 mal prüfen als ahnungslose Leute
    in die Pfanne hauen, nur um Euren verfassungswidrigen Jahresplan zu erfüllen.
    weiter so !

  • #2

    Lonni53 (Sonntag, 13 November 2011 21:21)

    Ein kluger SB wird auch nichts gegen einen Beistand haben.Aber viele wissen eben nichts damit anzufangen.

  • #3

    Betroffener (Sonntag, 13 November 2011 21:58)

    Ein Beistand wirkt schon Wunder, vor allen dann, wenn man nicht zu Wort kommt weil die überaus mitteilungsbedürftige SB der Meinung ist am jeweiligen Gesicht des Kunden dessen Wünsche ablesen zu können. Naja, Missverständniss ist gut und höflich formuliert. Ich würde es eher als Systematik bezeichnen.
    1. Der Weiterbewilligungsantrag kann nicht bearbeitet werden, weil die Akte in der Widerspruchsabteilung liegt. Fazit: Keiner hat´s gesagt, aber gehen sie halt nicht in Widerspruch, sonst gibt´s keine Kohle. Schei... Begründung.
    2. Ihr Geld wurde am 01. angewiesen. Fazit: Nach Auskunft Call-Center wurde ein Betrag in Höhe ca. 78€ am 04.11. angewiesen. Den Rest soll´s bar am 1.11. gegeben haben, da war ich aber nicht dort. Seltsam wer da böses vermutet. Nur ein Fehler ... leider ... tut uns leid. Geld gab´s am Donnerstagnachmittag in Bar. Beistand sei Dank!!!
    3. Nachzahlungen können wegen fehlender Dokumente nicht bearbeitet werden. Die SB hat mich gar nicht zu Wort kommen lassen. Erst durch den Beistand durfte ich untertänigst den höheren Menschen diese übergeben. Beistand sei Dank!!!
    4. Nur so nebenbei: Sanktionsanhörungsschreiben vom 01.11.2011 weil ich meinen Verpflichtungen aus meiner EGV nicht zum 10.11.2011 nachgekommen bin. Man kann also sogar in die Zukunft sehen. Welch herausragende Qualifikation für einen SB. Ein arger Schelm, der da System vermutet.
    5. Begleitschreiben zum Weiterbewilligungsantrag mit dem Hinweis darauf, unter welchen rechtswidrigen Bedingungen der Antrag überhaupt bearbeitet wird. Die Hilfsbedürftigkeit ist das Kriterium, sorry, nicht Müller´s Ideen!

    Fazit des ganzen Theaters, ohne Beistand hätte ich bis heute weder eine ansehnliche Nachzahlung für die letzten 6 Monate, die übrigens ja am Lebensunterhalt gefehlt haben, nach die Hilfe für den laufenden Monat. Mit Beistand / Zeugen trauen sich die SB halt doch weniger Murks zu.

    @ Lonni53
    Ein kluger SB wird gar nicht erst betrügen oder bescheissen wollen, sondern ist ehrlich und hält sich an DIE GESETZE.

    Die Moral von der Geschicht,
    ohne Beistand geht es nicht.

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