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2011

2011: Das Rekordjahr der Hartz IV Sanktionen

2011 wird nach Ansicht des BA-Chefs Jürgen Weise das Rekordjahr der Hartz IV Sanktionen

 

13.09.2011

Der Chef der Bundesarbeitsagentur Frank-Jürgen Weise, kündigte in einem Interview mit dem Magazin „Wirtschaftswoche“ einen Rekordstand der Hartz IV Sanktionen für das laufende Jahr 2011 an.

 

Mittlerweile verfügten die Mitarbeiter in den Behörden beim Sanktionieren über eine „gestiegenen Routine“. Die Zahl der sanktionierten Hartz IV Bezieher dürfte im Jahre 2011 einen erneuten Rekordstand erreichen, sagte der BA Chef Jürgen Weise in einem Zeitungsinterview mit der Wiwo.

Er rechnet mit insgesamt 900.000 Leistungskürzungen aufgrund fehlender Mitwirkungspflichten und Auflagen.

Schon im ersten Quartal dieses Jahres hätten die Jobcenter und Arbeitsagenturen rund 218.000 Sanktionen verhängt. Das sind gut 30.000 mehr Leistungskürzungen, als noch im Vergleichszeitraum 2010.Eine hohe Anzahl der Sanktionsbescheide wurden in Großstädten, bei jungen Menschen und bei arbeitslosen Migranten ausgestellt. „Überproportional viele Sanktionen verfügen die Arbeitsagenturen in Großstädten, bei jungen Arbeitslosen und bei erwerbslosen Migranten“, sagte Weise der Zeitung

Nach Ansicht des BA-Chefs liege es aber nicht daran, dass die genannten Personenkreise besonders oft die Vorgaben missachten, sondern daran, dass die Jobcenter immer mehr Routine beim Sanktionieren bekommen .Im letzten Jahr 2010 wurden insgesamt 828.300 Sanktionen gegenüber ALG II Empfängern ausgesprochen. Im Jahresdurchschnitt 2010 waren somit 136.000 Menschen von mindestens einer Leistungskürzung betroffen

Am häufigsten wurde aufgrund von geplatzten Meldeterminen (61 Prozent), der Weigerung eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen oder den Vereinbarungen nachzukommen (18 Prozent) und der Ablehnung von Jobangeboten (14 Prozent) sanktioniert. 42 Prozent aller Widersprüche gegen Sanktionen waren erfolgreich und in fast 60 Prozent der Klagen vor den Sozialgerichten bekamen Sanktionierte Recht zugesprochen. Hartz IV Bezieher unter 25 Jahre können seit den im April eingeführten Gesetzesänderungen bereits beim ersten „Verstoß“ eine 100 Prozent Kürzung erhalten. (sb)


 

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/2011-das-rekordjahr-der-hartz-iv-sanktionen-53213.php

 

 

Anmerkung:

Na toll, da haben die Mitarbeiter aber wieder richtig gute Leistungen erbracht und die BA kann sich freuen, Leistungskürzungen=Geld eingespart. Man sollte glauben, dass der § 31 SGB II im Gegensatz zu vielen anderen §§  jedem Mitarbeiter genauestens bekannt ist, „als Peitsche für alle“ die auch nur bei kleinster Verfehlung gezückt wird.

 

Aussage eines Betroffenen:

„Es gibt kaum noch normale Jobs.

Ich habe mich von vielen Dingen losgesagt.

Aber Dritte verdienen an meiner Armut, Pseudo-Arbeitgeber f. Jobs mit MAEs usw.,

ich habe Angst.“

 

M. Madaus

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Kommentare: 3

  • #1

    pfiffi (Donnerstag, 15 September 2011 19:45)

    Schade das es keine richtige Quellenangabe ist, den gegen-hartz4 da ist auch keine vorhanden. Das Interview würde ich gern in voller Länge lesen.

    Aber der Onkel spricht nur aus was wir schon wissen und viele am eigenen Leibe erfahren haben. Die SB haben Routine, das glaube ich gern.

  • #2

    Phönix (Freitag, 16 September 2011 12:56)

    Die angesprochene Textpassage im Artikel "Hartz 4 Bescheid als Erpressung" erscheint mit Sicherheit bundesweit auf den Bescheiden. In Zwickau ist sie auch zu lesen

  • #3

    Hans M. (Sonntag, 23 Oktober 2011 11:34)

    Da können Die am Jahresende ja gleich wieder
    die Sektkorken knallen lassen.
    Gewissenloses Pack !

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