Fr
02
Sep
2011
Ein Termin wie aus dem Lehrbuch
Heute Jobcenter Zwickau/Bereich Glauchau, eine Betroffene hatte uns um Hilfe gebeten, da man ihr die Leistungen wegen angeblichen Reichtums versagen wollte.
Sie hatte nach einer kurzen Erwerbstätigkeit einen Antrag auf Leistungen nach SGB II gestellt, in der kurzen Zeit der Erwerbstätigkeit hatte sich nichts geändert und so war für sie eigentlich klar, dass sie Leistungen bekommt. Ja, da hatte sie aber nun die Rechnung ohne die Rechenkünste der Leistungssachbearbeiterin des Jobcenter gemacht, denn bei ihr kam ein Leistungsanspruch von Null heraus.
Da solche Berechnungen mit den Sachbearbeiter/innen meistens nicht zu klären sind, haben wir uns an die Teamleitung gewandt um das zu klären. Unsererseits war schon per Telefon die Sachlage geschildert worden und von der Teamleiterin wurde sofort ein Termin angeboten, den wir heute wahrgenommen haben.
Zur Überraschung bekam die Betroffene gestern einen Anruf der Leistungssachbearbeiterin, dass doch Leistungen gezahlt werden, sprachlos, was nun. Wir bekamen heute von der Teamleiterin Frau Fleischmann alles genau erklärt, warum erst Leistungen versagt wurden und dann bei nochmaliger Überrechnung doch gezahlt werden. Also der Reichtum hat sich nun nicht ergeben, denn es ist schlicht und einfach eine Altersvorsorge festgelegt für 10 Jahre und ein Rückkauf ist nicht zumutbar, da große Verluste auftreten würden. Die Leistungssachbearbeiterin war eben nicht soweit im Kenntnisstand, dass das nicht zu viel Vermögen ist, sondern einfach wie oben beschrieben, nicht verwertbar.
Die Teamleiterin Frau Fleischmann hat sich für ihre Mitarbeiterin, die den Berechnungsfehler gemacht hat, bei der Betroffenen für die Unannehmlichkeiten die sie hatte entschuldigt. Beim Überschauen des Bewilligungsbescheides wurden dann auch noch 2 Fehler entdeckt, die bei der Abgabe und Kontrolle des Antrages auch nicht bemerkt wurden, weil die Bearbeiterin der Antragsannahme neu war und etwas sehr ahnungslos. Das wird aber im Rahmen eines Änderungsbescheides eingearbeitet.
Erschrocken waren wir als eine der Akten geöffnet wurde und diese im hinteren Teil, nur aus losen Blättern bestand, nicht abgeheftet, so werden dann auch Unterlagen beim Hin- u. Hertragen im Nirwana des Jobcenter verschwinden.
Die Betroffene hatte dann noch ein Anliegen, dass wir gleich mit vorgebracht haben in Form einer schriftlichen Beschwerde wegen Untätigkeit. Am 04.11.2010 war ein Überprüfungsantrag gestellt worden, der bis zum heutigen Tag nicht bearbeitet wurde, obwohl mehrere schriftliche Anfragen nach dem Verbleib gestellt wurden. Anerkennen muss man auch hier die Antwort der Teamleiterin, dass sie sich persönlich darum kümmert, denn das darf nicht sein.
Es sollte auch nicht sein, dass die Teamleiterin, sich ständig für ihre Mitarbeiter, die sie vor die Nase gesetzt bekommt und die anscheinend in Teilen unfähig sind, entschuldigen muss. Wer Fehler macht, sollte auch dazu stehen, denn die Betroffene hatte den meisten Kontakt zur Leistungssachbearbeiterin Frau Ducke und vorher zu Frau Göpfert.
Die Betroffene und ihr Beistand sagen danke zur Teamleiterin, die eine wirklich beispielhaft gute Beratung getätigt hat.
M. Madaus
Kommentare: 1
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#1
Habe wieder die Homepage durch gestöbert u. halt gemacht bei diesem Beitrag. Immer wieder stelle ich fest wenn ich längere Zeit nicht auf der Seite war, dass User über einseitige Berichterstattung motzen. Hiermit stelle ich die Frage, solche Beiträge die auch aus der Sicht eines Beistandes von Gegenwind auf der Seite stehen u. Positives benennen, werden wohl grundsätzlich übersehen.
Es sind wenig genug Gründe aus dem Bereich Hartz IV u. Jobcenter zu berichten, die einen positiven Aspekt haben. Nur sollte dann nicht hier der Vorwurf gemacht werden, es wird nur gemotzt, Gegenwind legt den Finger in die Wunden der Behandlungen durch degenerierte Mitarbeiter im Jobcenter u. immer schlimmer werdenden Amtmissbrauch. Das ist gut so, denn viele die Hartz IV abhängig sind, haben Angst u. wissen sich nicht zu helfen u. gehen in jede gestellte Falle der Mitarbeiter. 
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






