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27

Jul

2011

Folgen des Schusses: Jobcenter wird aufgelöst

Im Mai starb eine Kundin des Frankfurter Jobcenters durch den Schuss einer Polizistin. Sie war auf einen Beamten mit Messer losgegangen. Jetzt entschieden die Stadt und die Agentur für Arbeit, dass die Außenstelle für Obdachlose des Frankfurter Jobcenters geschlossen wird.

 

<Frankfurt>

 

Die Außenstelle der Jobcenter für Wohnsitzlose in der Mainzer Landstraße 315 wird aufgelöst. Das teilten die Träger, die Stadt Frankfurt und die Agentur für Arbeit, am Dienstag mit. In der Einrichtung hatte eine Polizistin vor zweieinhalb Monaten eine Hartz-IV-Empfängerin getötet, die einen Beamten mit einem Messer verletzt hatte. Nachdem die Polizei die Räumlichkeiten in Augenschein genommen hat, haben Stadt und Agentur jetzt die Konsequenzen gezogen. Weil die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern an oberster Stelle stehe – so Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) – werden die Menschen, die bisher in der Mainzer Landstraße betreut werden, nun auf die fünf „normalen“ Jobcenter verteilt.

 

Es habe sich gezeigt, dass es nicht gut sei, wenn „so viele Menschen mit einer ähnlichen Problematik zusammen kommen“, sagte Manuela Skotnik vom Sozialdezernat auf Anfrage. Man werde versuchen, das fachliche Know-How, das in der Außenstelle entstanden ist, zu erhalten, betonte der Chef der Frankfurter Arbeitsagentur, Karl-Heinz Huth. Einen Zeitplan für die Umsetzung der Pläne gibt es noch nicht. Insgesamt sind die Jobcenter für 70000 Hartz-IV-Empfänger zuständig, darunter über 2000 Wohnsitzlose und Drogenabhängige.

 

Der Frankfurter Agentur für Arbeit stehen ohnehin Veränderungen ins Haus. Sie soll die Zuständigkeit für Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis abgeben und nur noch für die Stadt Frankfurt zuständig sein. In Hofheim am Taunus soll eine neue Agentur entstehen. Die Verwaltung der Bundesagentur plant insgesamt die Streichung von bundesweit mindestens 20 Agenturstandorten. In Hessen wird es unter dem Strich wohl nur eine Schließung geben, weil zwei geplanten Fusionen in Bad Hersfeld und Fulda sowie Limburg und Wetzlar die Neugründung in Hofheim gegenübersteht. Die neue Verwaltung, so zitiert die Presseagentur dpa die Fuldaer Zeitung, soll gleich für drei Kreise (Hochtaunus, Main-Taunus und Groß-Gerau) zuständig werden.

 

Die Regionaldirektion Hessen lehnte einen Kommentar zu den Plänen ab. Letztlich müsse der Verwaltungsrat der Bundesagentur in Nürnberg im September darüber entscheiden, sagte Sprecherin Angela Köth. Es sei noch zu früh, etwas bekanntzugeben. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter seien aber nicht gefährdet.

 

(mit dpa)

 

http://www.fr-online.de/frankfurt/jobcenter-wird-aufgeloest/-/1472798/8715442/-/view/asFirstTeaser/-/index.html

 

auch dazu:


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,776820,00.html

 

 

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Kommentare: 7

  • #1

    Aman (Donnerstag, 28 Juli 2011 16:08)

    Ist es ein wunder das Leute mit Messern auf die Mitarbeiter der Argen losgehen? NEIN.

    Ich finde es gut das die Mitarbeiter der Argen mit Angst zur Arbeit gehen.Villeicht macht es mal Klick im Gehirn, und sie fragen sich warum das wohl so ist.

  • #2

    der Michel (Donnerstag, 28 Juli 2011 16:52)

    Vielleicht macht es mal Klick in deinem Hirn und überlegst das nächste Mal, was Du hier für einen Mist schreibst! Ich finde es übrigens gut, dass du mit deinem Beitrag deinen Intelligentquotienten und Niveau dargelegt hast...

  • #3

    ali-gegenwind (Donnerstag, 28 Juli 2011 17:39)

    Als Betroffener kann man schon mal zu so einer Auffassung wie Aman kommen, denn von den Job-Centern wird bei den Betroffenen viel krankmachende Angst erzeugt. Mal ganz abgesehen von den vielen Schikanen und der Gängelei, die die Betroffenen ertragen müssen.

    Deshalb sollte sich der Michel mal fragen, was er denn für ein Niveau hat und seinen Intelligenzquotienten überprüfen lassen. Es könnte nämlich sein, dass der auch nicht sehr hoch angesiedelt ist, zumal er seine Meinung dazu überhaupt nicht äußert. Aber aus der Anonymität heraus ist vieles leichter, man muss ja nichts befürchten.

  • #4

    Peter (Donnerstag, 28 Juli 2011 22:02)

    Bin wieder mal geschockt, was für einen Blödsinn man auf dieser Seite lesen muss. Halte einige der Inhalte mittlerweile auch strafrechtlich für sehr bedenklich.

    @ Aman & ali-gegenwind: Aufgrund eurer Äußerungen gehe ich mal schwer davon aus, daß ihr, übrigens genau wie ich!, Kunden des Jobcenters seid. Ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Habe einen sehr netten und kompetenten Vermittler, der mit mir gemeinsam versucht mich schnell und dauerhaft wieder in Arbeit zu bekommen. Momentan sprechen wir über eine 2jährige Qualifizierung im Bereich Hafenlogistik, aufgrund des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt. Bin meinem Vermittler und dem Jobcenter sehr dankbar für diese Chance! Ich tue aber auch was dafür und kann nur sagen: wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus. Vielleicht sollten das einige hier, vor allem auch mal die Betreiber dieser Seite, beherzigen. Anstatt immer "Dagegen!" zu rufen wäre es schön wenn hier mal was konstruktives angeboten werden würde und man als Arbeitsloser richtige Unterstützung bekäme. Die bietet in meinen Augen nur das Jobcenter!

  • #5

    ali-gegenwind (Donnerstag, 28 Juli 2011 22:15)

    Na das ist doch fein. Da frage ich mich allerdings, warum du dich auf unserer Seite rumdrückst. Dein Ansprechpartner ist das JC und unsere Hilfe benötigst du nicht. Also, wo ist das Problem. Oder bist du etwa ein Mitarbeiter dieser Behörde, die ständig gegen geltendes Recht und auch gegen die Menschenrechte verstößt. Aber wie schon gesagt, aus der Anonymität heraus kann man so manchen Unsinn fabrizieren. Das sollte man dann aber auch schlau anstellen und nicht im Jargon eines SB schreiben.

  • #6

    Annika (Freitag, 29 Juli 2011 11:57)

    He Peter,

    erstens muss ich feststellen, dass deine Thematisierung nicht so recht unter das Thema des Beitrags passt, aber egal. Du hast also einen der wenigen in dieser Behörde gefunden, der menschlich u. im Sinne des Betroffenen agiert, schön für dich.
    Du scheinst aber einer von denen zu sein, die auf seinesgleichen abwertend herabblicken, denn deine Aussage, man muss etwas dafür tun, das tun zigtausende. Deine Abwertung von anderen Erwerbslosen ist schamlos frech.
    Bist du dir sicher, dass deine Qualifizierungen zu einer Arbeit führen, wo du ohne Jobcenter leben kannst?
    Sicher ist, dass die vom Jobcenter vermittelten Arbeiten, die wenigsten unabhängig machen von der Behörde. Wenn Gegenwind e. V. „dagegen“ arbeitet, dann hast du wieder was nicht verstanden, die arbeiten nicht gegen Jobs, sondern für gut bezahlte Jobs, wo jeder von dem Lohn sein Leben selbst gestalten kann.
    Der letzte Satz deiner geistigen Ergüsse, „nur die Jobcenter tun etwas“, ja die tun etwas, prekäre Beschäftigungen vermitteln, Maßnahmen die keiner braucht u. Leistungskürzungen.
    Der letzte Satz ist eine Verleumdung aller Gruppen u. Initiativen, die sich für bessere Bedingungen für Erwerblose einsetzen, diese Bedingungen beginnen nun mal im Jobcenter, Umgang mit den Erwerbslosen usw.

  • #7

    Willem Vogel (Freitag, 29 Juli 2011 18:45)

    Beide sind Opfer dieses menschenverachtenden Systems.
    Dieses Systems, das Einrichtungen wie eben diese unsäglichen Jobcenter, die als Exklusionsmaschinen wirken, hervorgebracht hat.
    Und, dass diese Menschenerniedrigungs-Maschinerie Tag für Tag von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur am Leben erhalten, sondern mit Leben ausgefüllt wird.

    Hieran sollten sich diese Angestellten orientieren:
    Die KEAs - Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte stärkt kritische Mitarbeiter der Jobcenter http://www.die-keas.org/node/465.

    Ja, er stärkt auch diese Mitarbeiter, wenn sie auch nur etwas Menschlichkeit besäßen und diesen Missständen begegnen würden.
    Missstände unter denen vor allem die "verharzten" Menschen zu leiden haben. Tagtäglich ausgesetzt der Willkür und den Schikanen einer verrohten Gesellschaft und ihrer willfährigen Helferinnen und Helfer.
    Sind die bereits bar jedweder humanistischer Regungen ...

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