Mi
23
Mär
2011
Zum Freiwild erklärt und zum Abschuß freigegeben
Der Rechtsweg bei Hartz IV ist ein Irrweg. Bislang haben die Sozialgerichte die schlimmsten Folgen von Hartz IV und die gesetzeswidrigen Eigenmächtigkeiten der Arbeitszentren teilweise verhindert, oder zumindest gelindert. Dabei wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Gesetzesänderungen vorgenommen, 51 an der Zahl, und somit die Rechtsprechung ausgebremst.
Doch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu den Regelsätzen hat die Bundesregierung veranlaßt, einen entscheidenden Schlag gegen die arbeitslose Bevölkerung zu führen. Der Aufgabe, die Regelsätze transparent und nachvollziehbar zu gestalten, ist die Bundesregierung nicht nachgekommen. Statt dessen hat sie ohne Not und ohne Grund Arbeitslosen den letzten verbliebenen Rest an Rechtsmitteln genommen. So sind Arbeitslose in Zukunft Freiwild für die Arbeitszentren und für die jeweils vor die Nase gesetzten Aufpasser. Arbeitsvermittler kann man sie ja schlecht nennen, bestimmen sie doch mehr und mehr, wie einst Mutti und Vati, was Arbeitslose zu tun und zu lassen haben.
Anders als einst Mutti und Vati können jetzt die neuen Herrenmenschen die Arbeitslosen wirtschaftlich ruinieren, verhungern lassen und in die Obdachlosigkeit treiben. Dies alles mit dem Segen von Christenmenschen. Dank einer jahrelangen Hetze gegen Arbeitslose, angefangen von Politikern bis hin zu den einschlägigen Medien, haben sich die Vorurteile in der Bevölkerung festgesetzt. Je öfter diese Hetze betrieben wird, desto mehr setzt sich ein Vorurteil fest. Arbeitslose sind "arbeitsscheu", "Gesindel", "Schmarotzer" und "Betrüger" und „liegen dem Steuerzahler auf der Tasche“. Diese Sichtweise herrscht natürlich auch in den Arbeitszentren vor und deshalb ist es auch kein Wunder, dass es dann ganz beflissene Mitarbeiter gibt, die dem „Gesindel“ eine dementsprechende Behandlung angedeihen lassen.
Dabei wäre es ganz einfach, diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Die Menschen müßten nur ihren Kopf endlich einmal gebrauchen und ein wenig nachdenken, anstatt auf die platten „Wahrheiten“ von denen zu hören, denen diese Propaganda nützt. Fragen wie, „Wer profitiert von der Situation?“, oder „Was für ein Zweck wird damit verfolgt?“, helfen da schon weiter. Es wird Zeit, dass sich die Betroffenen wehren, sonst ist es nicht mehr lange und es gibt wieder Arbeitslager, Massenunterkünfte für die, die ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können und die Industrie wird, wie schon einmal, massenhaft Zwangsarbeiter beschäftigen.
Es taucht immer mal wieder die Frage auf, was muß ich mir von den Mitarbeitern des Arbeitszentrums gefallen lassen? Die Antwort ist ganz einfach. Alles das was Sie als eigenständige Person nicht wollen, sollten Sie auch nicht hinnehmen. Die Gegenwehr muß dort ansetzen, wo Sie die unwürdige Behandlung erfahren. Es ist auch an der Zeit, die Angst vor dem Amt abzulegen und das Sie nicht allein dastehen, schließen Sie sich Gegenwind an. Die Mitgliederzahl wächst ständig und in einer starken Gemeinschaft kann man sich viel besser zur Wehr setzen als wenn man Einzelkämpfer bleibt. Ständig untertänigst mitmachen und sich ducken führt immer weiter an den Abgrund, wie wir in den vielen Jahren schmerzlich erfahren haben. Es stellt sich auch die Frage, warum für einen Hungerlohn arbeiten und aufstocken, der Hungerlohnzahler lebt in der Zwischenzeit ein wunderbares Leben dank unserer Arbeitskraft, anstatt seine Energie und Kraft für eigene Zwecke einzusetzen, nämlich der Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen indem man aktiv diese Mißstände bekämpft.
Mehr Mut zur Wut!
A. Pianski
Kommentare: 2
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#1
Unsere Rache wird grausam.
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#2
Welche Rache soll grausam werde, die der HartzIV Empfänger, die sich nicht bewegen, sondern Ausflüchte suchen, warum etwas nicht geht?
Und da das die Mehrheit ist, die ruhigen Gewissens ihren Kinder HartzIV vererben werden, kann doch wohl kaum ein Rachegedanke aufkommen.
Leistungsempfänger sind nicht nur nützlich für die Wirtschaft, sondern auch für die Bürger die nicht nachdenken(wollen), sondern das Gefühl ausleben, jemand steht unter ihnen.
So lange wir keinen Anführer haben, dem die Schafe folgen können, wird gar nichts passieren, der HartzIV Empfänger hat sich selbst viel eingebrockt. 
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






