Diese Politik ist anscheinend nur noch mit Lügen aufrecht zu erhalten. Im Jobcenter Zwickau Stadt macht man davon jedenfalls reichlich Gebrauch. Chefs, die die Stadtverwaltung anlügen, Arbeitsvermittler die ihre Kunden anlügen und eine Chefsekretärin, die uns anlügt. Wie in der großen Politik, stehen alle Vorgesetzten hinter den Lügnern, weil es der Sache dient, der Ausbeutung und Demütigung der Ärmsten der Gesellschaft.
Bezugnehmend auf den Beitrag „Datenschutz im Arbeitszentrum Zwickau ganz Groß klein geschrieben“ der durch einen Einstellungsfehler leider erst jetzt erschienen ist, haben wir vorigen Donnerstag versucht, die fehlgeleiteten Bescheide bei dem neuen Geschäftsführer des Arbeitszentrums Zwickau Stadt, Herrn Müller, abzugeben und mit ihm darüber zu sprechen.
Empfangen wurden wir vor der Tür von seiner Sekretärin. Sie war ohne Zögern davon überzeugt, dass das den Geschäftsführer nichts angeht. Wir sollen uns doch an das Kundenreaktionsmanagement wenden. Wollten wir aber nicht. Wir wollten mit dem verantwortlichen Geschäftsführer darüber reden. Das ginge nicht, da Herr Müller außerhalb unterwegs wäre. Eine Möglichkeit wäre noch Frau Petra Schürer, die neue Bereichsleiterin im Hause, ehemalige Geschäftsführerin der ARGE Chemnitzer Land, aber die wäre auch unterwegs, wie der Zufall so will, mit Herrn Müller.
Nach einigem Hin und Her sollten wir dann doch zu Frau Schürer gehen, die jetzt plötzlich nur im Haus unterwegs wäre. Um der Sache ein Ende zu bereiten und um die Bescheide loszuwerden gingen wir zu Frau Schürer. Wir klopften und schauten ins Zimmer. Oh Wunder, sah’s da Frau Schürer mit einem Herrn in einer Beratung. Naja, manche Lügen haben eben kurze Beine. Wir warteten bis das Gespräch vorbei war und als der Herr herauskam fragten wir, ob er der Geschäftsführer sei. Und, oh Wunder, er war es. Er wollte aber nicht mit uns sprechen. Der erste Eindruck vom Neuen war daher nicht so positiv. Warten wir mal ab, wie er sich verhält, wenn es seine Frontleute wieder einmal nicht schaffen, eine Angelegenheit zu klären. Wird er sich dann der Sache annehmen oder uns auch abblitzen lassen? Was die Sekretärin uns erzählt hat war jedenfalls nicht wahr und gewusst, wo ihr Chef steckt, hat sie auch, denn Frau Schürer war schon bestens informiert.
Der Rest ist dann das übliche Verwaltungsgetue. Man werde prüfen und der Sache auf den Grund gehen. Informationen würden wir keine darüber erhalten was aus der Sache geworden ist, man höre und staune, wegen des Datenschutzes, aber wir könnten gerne einmal nachfragen.
Zum Schluss noch ein Rat an alle ALG II-Empfänger. Lassen sie sich ja nicht beim Lügen erwischen, ihnen wird sofort die Existenz kaputtgemacht.
A. Pianski
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







