Entweder sind diese Arbeitsvermittler, welch ein unpassendes Wort, denn Arbeit vermitteln sie nun wahrlich nicht, unzureichend ausgebildet, außer in Rhetorik und psychologischer Gesprächsführung,oder unwissend, landläufig bezeichnet man Unwissenheit auch als Dummheit, aber das möge der geneigte Leser entscheiden, oder aber sie agieren mit voller Absicht, dann findet der Leser sicherlich auch eine geeignete Bezeichnung.
Da geht ein Herr Arbeitsvermittler aus dem Arbeitszentrum Zwickau Stadt, Spezialabteilung U 25, wir kennen ihn schon aus dem Beitrag „Beistandsbesuche und die Deaktivierung zukünftiger Bundesarbeitsdienstler“ und sanktioniert einen jungen Mann ohne sich an die gesetzlichen Vorschriften zu halten, obwohl er im Beisein aller Beteiligten bei dem vergangenen Beistandsgespräch versichert hat, dass er sich an das Gesetz halten muss.
Es beginnt mit dem Anhörungsschreiben.
Soweit bewegt sich Herr Gronau ja noch im Rahmen der Gesetzgebung. Betrachten wir aber nun den Sanktionsbescheid und achten auf die Ausstellungsdaten der Bescheide.
Ja, sie liegen richtig. Die Anhörung wurde am 17.01.2011 ausgestellt, mit den durchaus korrekten Rechtshinweisen, in denen steht, dass eine Sanktion ohne Anhörung rechtswidrig ist. Die Anhörung sollte bis 10.02.2011 dann wieder Herrn Gronau vorliegen, damit er dann über die Sanktion entscheiden kann. Doch dann muss irgendetwas unerklärliches passiert sein, denn am 24.01.2011 stellt Herr Gronau plötzlich eine Sanktion aus, ohne dass der „Schwerverbrecher“ Gelegenheit zur Verteidigung überhaupt hatte. Einfach mal so, wird einem jungen Menschen für 3 Monate die komplette Existenzgrundlage entzogen.
Es macht offenbar Spaß, Leute zu drangsalieren, zu demütigen, auch wenn es nicht ganz gesetzeskonform zugeht. Es wird dann auch schon mal gelogen und vorgetäuscht, dass es was zu verhandeln gibt, obwohl es überhaupt nicht an dem ist. Aber der Zweck heiligt bekanntlich alle Mittel.
Ob es überhaupt eine sanktionierungswürdige Angelegenheit ist, steht auch noch auf einem anderen Blatt. Der junge Mann hat die Arbeit überhaupt nicht gekündigt, noch wurde ihm gekündigt. Er hat lediglich und das weil er arbeiten wollte und nicht nur rumstehen, dem Arbeitgeber gesagt, dass er diese Firma in die er ausgeliehen wurde verlassen kann und um einen anderen Arbeitsplatz bzw. eine andere Entleihfirma gebeten.
Da zeigt sich dann auch noch einmal, dass es überhaupt nicht um die Sanktion an sich geht, sondern um die primitiven Gelüste einer Gesellschaft, die billige Arbeitssklaven braucht und denen dafür jedes Mittel recht ist, die Leute möglichst weit unten zu halten, dass sie schön willig bleiben. In allen Regimen der Geschichte bis zur Neuzeit hat man für solche Aufgaben auch willige Handlanger gefunden, die sich nicht der Mühe unterziehen, einmal darüber nachzudenken, was sie da eigentlich machen, oder schlichtweg nicht das nötige Niveau besitzen. Nicht wenige tummeln sich auch bei solchen Aufgabe die richtig Spaß an solcherlei Spezialbehandlung haben. Und wohin Spezialbehandlung führen kann ist auch hinlänglich bekannt.
A. Pianski
Kommentare: 9
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#1
Aus dem zweiten Schreiben geht m.E. eindeutig hervor das der Beschuldigte die Möglichkeit zur Anhörung genutzt hat (vgl. Schreiben vom 24. Januar 2011 "Zur Begründung bzw. Erklärung des Verhaltens wurde von ihnen dargelegt, ...").
Damit hat der Arbeitsvermittler nach geltenden Vorschriften und Gesetzen gehandelt, da es sich um eine Abgabefrist für den Beschuldigten und nicht um eine Wartefrist für den Vermittler handelt.
Sie sollten diesen und viele andere Beiträge auf inhaltliche und moralische Korrektheit überprüfen und ggf. überarbeiten.
So halte ich den Vergleich von ALG II-Regelungen mit dem Holocaust für sehr fragwürdig und einen niveaulosen Angriff auf ihre aktuelle Lebensgrundlage. Sie sollten nie vergessen wie ein Leben ohne diese Regelungen für Sie aussehen würde.
Meines Erachtens handelt es sich um publizistischen Pseudo-Journalismus ohne Inhalt á la "Bild"-Zeitung. -
#2
Hallo Anonymus,
eigentlich werden nur Kommentare veröffentlicht, die eben nicht anonym sind. Wenn also jemand so daher kommt, dann hat er etwas zu verbergen. Wer weiss, vielleicht sind Sie ja der, der die Sanktion verhängt hat.
Hätten Sie unseren Beitrag richtig gelesen und auch verstanden, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass wir schon darüber berichtet haben, dass der Betroffene wie folgt reagiert hat:
Zitat:
Der junge Mann hat die Arbeit überhaupt nicht gekündigt, noch wurde ihm gekündigt. Er hat lediglich und das weil er arbeiten wollte und nicht nur rumstehen, dem Arbeitgeber gesagt, dass er diese Firma in die er ausgeliehen wurde verlassen kann und um einen anderen Arbeitsplatz bzw. eine andere Entleihfirma gebeten.
Zitatende
Sie sehen also, dass der SB die Fakten zwar kannte, aber anstelle eines wirklichen neuen Arbeitsplatzes anzubieten, wurde Sanktioniert auf Teufel komm raus. Für mich, und für alle meine Kollegen, ist diese Tatsache eine arglistige Täuschung bzw. Unterstellung, gegenüber dem hilfe- und arbeitswilligen jungen Erwachsenen, mit der "Vermutung" er wolle nicht arbeiten. Das stimmt aber nicht!!!
Trotz der Tatsache, dass die Arbeitsweisen beim ersten "Sklavenhändler" nur zum Rumstehen und Langweilen führten, von keiner Seite eine Kündigung erfolgte, also quasi noch der "unbezahlte Bereitschaftsdienst" vorhanden war, wurde eine Sanktion verhängt.
Das bestätigt wieder einmal, dass die BA Nürnberg tatsächlich eine Anweisung rausgegeben hat, bei den passiven Kosten (Regelsatz) durch die Verhängung von Sanktionen Gelder einzusparen. Egal ob gerechtfertigt oder nicht!
Ich sehe hier drin schon einen Vergleich mit der Zeit der Nazis, oder wie würden Sie es nennen, wenn Menschen zur Arbeit a la -Arbeit macht Freude bzw. Kraft durch Freude- gezwungen werden?
Wir sind schon fast wieder da, wo wir, Deutschland, schon einmal waren. Es ist nur noch ein kleiner Schritt bis zum Abgrund, aber diesen werden Menschen in den Leistungsbehörden, ohne darüber nachzudenken, durch ihre "Arbeit" vollziehen.
Armes Deutschland, arme Demokratie - hoch lebe Nordafrika, wo die Menschen endlich für ihre Freiheit kämpfen. Hoffentlich findet der Freiheitskampf auch mal hier statt.
Hans-Jürgen Reglitzki
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#3
Tipp an Anonym: „Beschuldigte“ stehen zumeist vor Gericht, darum ist der Ausdruck „Beschuldigter“ im Bereich des SGB II, vollkommen daneben. Wenn schon dann sachlich bleiben und das nennt sich dann Leistungsberechtigter mit Pflichtverletzung. Ich glaube aber, das ist Ihnen bekannt. Noch ein Hinweis, wenn die Abgabefrist 10.02.11 festgelegt ist, dann ist zwar der 10.02.11 der letzte Tag der Frist, wäre aber noch ausreichend. Die moralische Korrektheit in diesem Zusammenhang jemanden abzusprechen ist unverhältnismäßig, über Moral in den Jobcentern spreche ich hier nicht, denn…
Für den vorletzten Satz sollten sie Anonym, bei dem Schreiner des Beitrags entschuldigen oder wollen sie ihn etwa kennen, kommt mir so vor. Da sie nach ihrer Schreibweise zu deuten Bild-Leser sind, denn sonst wüssten sie nicht wie die sich ausdrücken, empfehle ich versuchen sie es doch mal mit Änderungen im SGB II.
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#4
Wenn wir über Begriffe streiten bitte ich um die Richtigstellung des Begriffes Firma. Im allgemeinen Wortgebrauch bezeichnet eine Firma einen Namen. Sie meinen vermutlich Unternehmen.;-) Das zum Thema Begriffe, um nur ein kleines Beispiel zu nennen.
Als Bild-Leser würde ich mich nicht bezeichnen. Man lernt in jedem Deutsch-Grundkurs an einem Gymnasium den kritischen Umgang mit Massenmedien und genutzte Stilmittel in Verbindung mit der Wirkung bei der Zielgruppe.;-)
Okay, ich formuliere den kritisierten Satz um:
Erwerbslose sollten sich m.E. nicht allzu kritisch gegenüber dem deutschen Sozialsystem äußern, da dieses deren Lebensgrundlage bildet.
Ich finde den Vergleich mit den Zuständen in Deutschland zwischen 1933 bis 1945 unpassend.
So würde ich es eher für angebracht halten ein Bonusprogramm einzuführen bei dem sich die Leistungsempfänger ihre Leistungen durch kleine Dienste an der Gesellschaft (Laub kehren, soziale Arbeit,...) verdienen, da die Gesellschaft die Leistungen finanziert.
Das halte ich nicht für Zwangsarbeit. Niemand ist verpflichtet die Leistungen anzunehmen. Eher halte ich es für eine gute Möglichkeit für die Leistungsempfänger sich ihre Leistungen wie jeder Arbeiter zu verdienen. Eine m.E. nach fairere Lösung der allgemeinen Probleme. -
#5
Na Anonymus, jetzt zeigen Sie Ihr wahres Gesicht! Sie glorifizieren die Zwangsarbeit. Wer weiss, vielleicht müssen für Sie sogar etliche Langzeitarbeitslose ihren Frondienst leisten. Wie fühlt man sich als Ausbeuter, oder Unterstützer der Ausbeutenten.
Nur mal so. Zu den ALG-II-Empfängern gehören in der Mehrzahl Menschen, die ihr Leben lang, häufig über 30 Jahre lang für sich, den Staat, den Kapitalisten aber auch für ihre eigene Sicherheit und für ihre Altersvorsorge gearbeitet haben. Gehörige Summen wurden in die Arbeitslosenkasse eingezahlt. Geld, dass sie jetzt leider nie mehr herausholen können. Hätten sie dieses Geld privat angelegt, dann wäre eine hohe 6-stellige Summe (wenn nicht sogar 7-stellig) ihre Altersvorsorge. Der sogenannte Sozialstaat hat sich dieses Geld aber unter den Nagel gerissen, es z.B. den Banken und den sogenannten "Freunden" in der Eurozone geschenkt, und die Aktionäre und Spekulanten damit noch reicher gemacht.
Sie sollten sich schämen, wenn Sie so etwas von sich geben. Ich persönlich stelle Sie auf eine Stufe mit unserem kleinen Tsunami, Guido Westerwelle, Altkanzler Schroder, Schäuble und Wolfgang Clement, die offen zur Versklavung aufrufen.
Ich kann nur jedem Erwerbslsoen raten nicht für einen Hungerlohn zu arbeiten, geschweige denn nur für einen Euro oder sogar für Lau.
Wir können uns mit ruhigem Gewissen morgens im Spiegel anschauen, und sagen, dass wir wirklich Gutes tun. Sie sicherlich nicht.
Pfui!
Hans-Jürgen Reglitzki -
#6
Ich kann auch ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen, da ich in der Lage bin für meinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen und nie auf staatliche Unterstützung angewiesen war.
Es klingt ganz so als wünschen Sie sich sozialistische Zustände. Nur leider hat sich dieses System selbst zu Grunde gerichtet. Die freie Marktwirtschaft hat sich schon früh als einzig wahre, faire Form des Zusammenlebens durchgesetzt. Nur leider ist da kein Platz für Individuen die keinen Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt leisten wollen.
Ich habe nichts gegen soziale Leistungen. Aber warum sollen die Erwerbslosen keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten und auf ein Wunder in Form einer Festanstellung hoffen?
Es handelt sich nicht um Versklavung. Niemand zwingt Sie es zu tun. Sie könnten auch auf die Leistungen verzichten. Aber wenn Sie die Leistungen annehmen, sollten sie auch bereit sein eine Gegenleistung zu erbringen. Wie jeder Arbeiter für seinen Lohn.
Wieso sind Sie nicht bereit Maßnahmen als "Dankeschön" für die Leistungen zu erkennen und diese mit Stolz zu erbringen?
In der freien Wirtschaft herrscht schließlich der Grundsatz:
"Keine Leistung ohne Gegenleistung". Man bekommt in der heutigen Welt nichts geschenkt. Warum sollte es für Erwerbslose eine Ausnahme geben?
Sie können natürlich auch in einen Staat mit kommunistischen oder sozialen Ansichten auswandern. Es wird Sie niemand festhalten. Das kann ich ihnen versprechen. -
#7
Bei diesem Internetauftritt handelt es sich um die Webseite von Gegenwind e.V.. Dieser sowie seine Mitglieder sind einem humanistischen Weltbild und vor allem Menschenbild verpflichtet. Da hat rechte Propaganda ala BILD dir deine Meinung keinen Platz. Und genau das ist es, was Anonymus da von sich gibt. Ganz in der Tradition von Clement, Müntefering und einigen anderen Bekannten die sich bemüßigt fühlten, Verunglimpfungen gegen Arbeitslose absondern. Ohne Berücksichtigung von Hintergründen und Gegebenheiten die Platten "Wahrheiten“ aus den Verblödungsmedien zu übernehmen ist wahrlich keine Leistung. Wie sagte Albert Einstein so schön, „Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.“ und weil so schön passt, „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.". Und da man sich wahrscheinlich nicht darunter zählen lassen will tritt man anonym auf.
Wie im Gästebuch schon bekanntgegeben, gilt hier das gleiche. Für Diskussionen bitte das Forum nutzen. Ansonsten wird hier ohne Vorwarnung gelöscht.
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#8
Es reicht, wir haben hier kein Diskussionsforum und schon gar nicht für derartige Ausfälle. Zu Anonym, sind sie froh, dass sie noch Arbeit haben u. hören sie mit dieser Hetzerei gegen Erwerbslose auf. Auch an Hans-Jürgen, lass dich nicht mehr provozieren, es gibt nun mal Menschen die sind ebenso und mit dieser Einstellung fahren sie sich irgendwann selbst an die Wand. Ende dieser Beiträge!
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#9
Hallo Anonymus,
ich sage doch Ausbeuter, oder Sie sind zu späte geboren worden. Wären Sie so um 1900 bis 1910 geboren, dann hätten Sie und Ihre Ansichten super in die Zeit gepasst.
Hier werde ich jetzt nicht mehr weiterdiskutieren, weil dies den Rahmen, so wie Monika schreibt, sprengen würde, und weil Sie eben zu den Unverbesserlichen gehören.
Glückwunsch dafür, dass Sie noch in Lohn und Brot stehen. Man soll ja keinem etwas schlechtes wünschen, aber ich würde mich wenigstens freuen, wenn Sie selbst mal wenigstens 2 bis 3 Jahre Hartz IV beziehen müssten. Ein paar Monate zählen nicht. Ich fest davon überzeugt, dass Sie selbst nicht für 1,50 Euro Stundenlohn, oder auch keine Geldleistung arbeiten würden. Workfare ist auf dem Vormarsch. Bald werden Langzeitarbeitslose in der Industrie sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichten, weil sie ja für die Sozialleistung vom Staat für die Arbeitgeber "kostenlos" arbeiten sollen. Das heisst, an der Maschine, die von einem "normal arbeitenden Menschen" besetzt war, kommt jetzt ein Sozialgeldempfänger und arbeitet für NICHTS. So wird es weiter gehen. Also ein Hoch auf die kapitalistischen Ausbeuter, denn bis auf einige Ausnahmen wird es dann bald keine richtig bezahlten Jobs mehr geben.
Also sehen Sie zu, dass Sie in Ihrer Welt zurecht kommen, und auf Kosten der Armen Ihren Wohlstand geniessen können, und unsere auch inder jetzigen Zeit noch gezahlten Steuern verpulvern können. Aber lassen Sie etwas von unseren gezahlten Steuern über.
Hans-Jürgen Reglitzki 
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg











