So

06

Feb

2011

Das Denken des Herrn Alt

Es verschlägt einem die Sprache und automatisch ballt sich aber die Faust in der Tasche, wenn unsere BA-Eliten, ihre Meinungen äußern.

Das was Herr Alt Vorstand der BA so von sich gegeben hat, ist für jeden ALG II-Bezieher eine knallharte Ohrfeige. Seine Meinung: „Je höher der Regelsatz, desto mehr nimmt Armut zu“.

 

Dann geht es weiter, jeder ALG II-Bezieher wolle lieber Arbeit als mehr Geld. Dieser Meinung könnte in jedem Fall zugestimmt werden, wenn da nicht der Haken wäre, wo ist die Arbeit? Herrn Alts Antwort können wir uns denken, es gibt überall Arbeit man muss nur wollen.

 

Wollen ja und wenn eine Arbeit, aber dann auch einen Lohn von dem ohne aufstockende Leistungen das Leben finanziert werden kann. Hat Herr Alt nun keine Ahnung, dass es so gut wie keine Jobs gibt bei denen so viel verdient wird, dass ein vernünftiges Leben gelebt werden kann?

Er wird die Ahnung schon haben, denn so abgehoben sollten BA-Vorstände nicht sein, dass sie nicht wissen was für ein Lohnniveau im Land herrscht.

Weiter ist doch noch das Problem, bist du ein Jahr ohne Arbeit, also Langzeitarbeitslos, hast du die Chance für den 1. Arbeitsmarkt schon verloren. Denn dann wird dir eingeredet, dass die Arbeit in der du tätig warst sich vollkommen geändert hat und du vorerst wieder flott gemacht werden musst.

Dazu hat Herr Alt dann auch eine irrsinnige Argumentation: „ Ich gehe davon aus, dass jede von den Jobcentern angebotene Maßnahme Sinn macht und von Nutzen ist“, ja da wird keine Kritik zugelassen. Ein Herr Alt hat seine Nase auch noch in keine dieser „sinnvollen Maßnahmen“ gesteckt davon können wir ausgehen. Diese Maßnahmen, die in ihrer einfalllosen Vielfalt auch „Arbeitsmarktstatistische Korrektur“ genannt werden könnten, haben doch nur den Nutzen, dass der Anbieter damit richtig „Kohle“ macht.

 

Nehmen wir als Beispiel, dass beliebte Bewerbungstraining, es wird allein angeboten und es fehlt auch in keiner der anderen „Fitmacher“. Mit dem Unterschied 5-6 Mal Bewerbungstraining und keiner von den Teilnehmern ist sich noch sicher, welche Art der Bewerbung ist denn nun Topp.

 

Erschreckend ist auch die Einteilung der „Kunden“ in den Jobcentern. Bei Frau Maischberger wo unter anderen auch Herr Alt zu Gast war, erklärte das eine ehemalige Mitarbeiterin der Arbeits-Behörde:

 

es gibt 1. Marktkunden (das sind die, die noch eine Chance auf Jobangebote haben),

 

dann kommen 2. Förderkunden (Maßnahmen, AGHs und den ganzen anderen Spaß),

 

3. Betreuungskunden (Akten zur Seite legen u. schlummern lassen).

 

Bei dieser Eingliederung der sogenannten „Kunden“, kam von Seiten Herrn Alt kein Veto, also ist ein bestimmtes Klientel von „Kunden“ schon aussortiert.

 

Das Sortieren der Puzzle, dass ja auch in einigen Trainingsmaßnahmen zum Fitmachen für den 1. Arbeitsmarkt angedacht war und vielleicht auch noch ist, kann doch nach der „Aschenputtel-Methode“ angeboten werden.

Das heißt: geschriebene Bewerbungen links, Ablehnungen in die Mitte und rechts ist zumeist nichts, denn das sind die wo keiner darauf reagiert.

Gerade diese sinnlose Methode war es aber Wert von Herrn Alt, nach dem Sinn genauer erklärt zu werden.

Puzzeln wir also alle fleißig, vielleicht erkennen wir dann, wie sinnlos alle Maßnahmen sind und wie wir alle von unseren Oberen, nur noch hinters Licht geführt werden. Die ganze Politik die uns einen Sozialstaat vorgaukelt ist Lug und Trug!

 

M. Madaus

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Kommentare: 2

  • #1

    Hans-Jürgen Reglitzki (Mittwoch, 09 Februar 2011 19:59)

    Hallo,
    manchmal erinnern diese "Sinnlos-Maßnahmen" an das alte Sprichwort:

    Ergänze sinngemäß Ohne Flei - keinen Prei !

    Wer die Lösung schafft gehört nochzum 1. Arbeitsmarkt, falls nein, dann bitte jetzt schon die wenige Rente beantragen, so lange sie es noch gibt!

    Hans-Jürgen

  • #2

    Marit (Dienstag, 15 März 2011 17:43)

    ohne fleiß keinen preis ich gehöre noch zum 1 arbeitsmarkt

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