Mi
17
Nov
2010
Sinnlose Jobs und sie leben noch
Nach 5 Jahren stellt der Bundesrechnungshof fest, dass 1 EURO Jobs nichts bringen, dass sie die Voraussetzungen der Zusätzlichkeit nicht haben und, dass dadurch in vielen Bereichen reguläre Arbeitsplätze vernichtet werden. Wir haben das schon lange gemerkt, dass mit diesen Jobs was nicht stimmt und dass, damit gutes Geld eingespart werden kann, bereichern an der Arbeitskraft derer, die unter dem Druck von Leistungskürzungen zu diesen Jobs gezwungen wurden.
Der Bundesrechnungshof formuliert das so:
die Kritik an den „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung“ reißt nicht ab. Laut des in der vergangenen Woche vorgelegten Prüfberichts erfüllen die Maßnahmen vielfach nicht die vorgeschriebenen Voraussetzungen. Dennoch hält die Bundesagentur für Arbeit an der Vergabe der sog. Ein-Euro-Jobs fest.
Ja warum wird denn den ARGEn nicht endlich mal auf die Finger gehauen, kann denn diese Behörde machen was sie will? Da wird behauptet, die Erwerbslosen(Langzeitarbeitslosen) müssen das Aufstehen am Morgen wieder erlernen, es muss eine Regelmäßigkeit in das Leben gebracht werden, natürlich muss auch die Arbeitsbereitschaft geprüft werden. Das alles in einer Maßnahme, die in Teilen sinnloser nicht sein kann, denken wir nur an die absurden Ideen wie: Ameisenhaufen ausmessen u. protokollieren oder Hundekot entfernen.
Dass, die 1 EURO Jobber auch noch Arbeiten verrichten müssen, die für sie nicht mal zulässig sind, so in der Pflege, müssen alte o. behinderte Menschen gefüttert werden. Die Pflegebedürftigen werden ohne Fachkräfte beaufsichtigt u. dann stehen auch noch andere Arbeiten an, die nur Fachkräften zustehen müssten. Die Träger solcher Jobs, sollten ganz einfach verdonnert werden Fachkräfte einzustellen und diese richtig zu entlohnen, aber nein die ARGEn liefern doch ständig frisches, willig gemachtes Menschenmaterial.
Im Bericht des Bundesrechnungshofes wird festgehalten:
Wie schon vor zwei Jahren kritisierte der Bundesrechnungshof, dass die Voraussetzungen für die Ein-Euro-Jobs vieler Orts nicht erfüllt werden. In über der Hälfte der geprüften Fälle handele es sich entweder nicht um eine zusätzliche Arbeit zum Gemeinwohl oder es werden reguläre Arbeitsplätze verdrängt. Insgesamt haben die Prüfer stichprobenartig acht Jobcenter mit unterschiedlicher Organisationsstruktur geprüft.
Das BMAS hält aber an diesen Jobs fest, mit der Aussage „1 Euro-Jobs sind nicht dazu gedacht gewesen, eine Brücke in den Arbeitsmarkt zu sein“. Eine Sprecherin betonte, „vielmehr wolle man eine Aktivierung besonders Arbeitsmarkt-ferner Arbeitsloser“ mit den Maßnahmen fördern, dümmer geht’s nimmer. Die 1 EURO Jobs sind Beschäftigungsmaßnahmen mit so einem geringen Entgelt für die, die in den Jobs arbeiten müssen und sind dagegen für die Träger oder Arbeitgeber ein enormer Gewinn.
Die Krönung des Ganzen, jeder Jobber bereinigt für die Zeit wo er für einen Euro seine Arbeitskraft versklavt, die Statistik auch ein gutes Werk. Es gibt sicherlich Erwerbslose, die finden den Job gut, mal raus aus dem vielleicht allein sein und ein Handgeld dazu und nach dem 3. 1 EURO Job in derselben Maßnahme darf ich dann die Neuen anleiten, da bin ich doch gut. Alle sollten spätestens hier anfangen nachzudenken was sie tun und wie sie sich herabwürdigen lassen.
M. Madaus
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







