So

17

Okt

2010

ARGE Zwickau Land und der Beschäftigungspakt 50+

Langsam muss man sich fragen, für was arbeitslose Menschen eigentlich gehalten werden. Dieser Fall zeigt ganz deutlich, dass es am Ende überhaupt nicht um Arbeit geht. Es ist eine Verfolgungsbetreuung und Steuerverschwendung wie sie nicht besser sein könnte. Von Menschenwürde und selbstbestimmten Leben kann keine Rede mehr sein.

Vielen Dank an Burkhard Rex, der uns die Einladung zu seiner Maßnahme und seinen Brief an die Geschäftsführerin der ARGE Zwickau Land, Frau Borger, zur Verfügung gestellt hat. Wenn man die Einladung gelesen hat, sollte man eigentlich beantragen, dass alle Mitarbeiter der ARGEn sich einmal beim medizinisch psychologischen Dienst ihrer Anstalt vorstellen sollten, um ein Gutachten über ihre Diensttauglichkeit anfertigen zu lassen.

 

Sollten sie sich als Mitarbeiter dieser Anstalt darüber empören, dann denken Sie mal darüber nach, was sich arbeitslose Menschen alles gefallen lassen müssen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

gerne werde ich Ihrer 1. Einladung mit Androhung der üblichen Sanktionen bei Nichterscheinen Folge leisten (hierzu bitte ich auch den als Anhang beigefügten Text meiner Publikation zu dieser Thematik zu beachten).

 

Zwar hatte ich bereits Ihrer Mitarbeiterin Frau Lüdke anläßlich eines im Juli d.J. geführten Gesprächs mitgeteilt, dass ich an der Zubereitung alkoholfreier Cocktails als 1-Personen-Haushalt kein allzustarkes Interesse hege und auch mit den zu gewinnenden Erkenntnissen aus einer derartigen Maßnahme eine Verbesserung meiner Vermittlungschancen nicht erkennen kann, dennoch sehe ich auch dieser kostenverursachenden Veranstaltung mit Interesse entgegen.

 

Bereits heute kann ich Ihnen jedoch zur Kenntnis geben, dass ich im Rahmen dieser Veranstaltung an einer - wie als "Angebot" angekündigten

- Knochendichtemessung

- Lungenvolumentest

- Blutdruckmessung

- Körperfettanalyse

- Blutzuckermessung

- sportmedizinischen Beratung

- Selbsttest Alkohol/Drogen

- Venencheck

- Rückenregeln

nicht teilnehmen werde. Sollten Sie hierzu für Ihre Vermittlungsbemühungen entsprechende Angaben für notwendig erachten, halte ich zumindest eine Vorladung durch einen Amtsarzt mit einer entsprechenden und ausreichenden Begründung für eine derartige Untersuchung für angebracht.

 

Ihr Schreiben zeigt mir jedoch auch, dass sich nun - nach dem "Informationsgespräch" zur Thematik "Beschäftigungspakt 50+" vom

16.02.2010 ein Handlungsbedarf erkennen läßt. Hieß es doch im Februar (Aussage des Herrn Fante) "In neun Monaten habt ihr alle Arbeit!".

Dennoch wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, wie ich diesen "Beschäftigungspakt" ohne Sanktionen wieder verlassen könnte. Durch die Verlagerung meiner Karteikarte (bei

EDV-Fachkundigen: Datei) in den Bereich "Beschäftigungspakt 50+" sind

- wie auch bereits mündlich dargestellt - Wege in eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung blockiert. Außer einem "Profiling", das die Inhalte meiner bisherigen Arbeitszeugnisse bestätigt und der nun vorliegenden Einladung zum Gesundheitscheck/Kochkurs hat sich in den vergangenen Monaten nichts für meine Person Förderliches ergeben.

 

Nachstehend gebe ich Ihnen meine öffentliche Darstellung zu dieser aktuellen Situation zur Kenntnis.

(gemeint ist der Gästebucheintrag 41 bei www.ali-gegenwind.de – die Redaktion)

 

Mit freundlichem Gruß

 

Burkhard Rex

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Kommentare: 2

  • #1

    Sachse 47 (Montag, 18 Oktober 2010 17:32)

    kommt noch besser.Die ARGe Zwickau hat einen 56 jährigen in eine Maßnahme gesteckt - "Bürgerbeschäftigung-Aktivcenter" nur mit ARBEITEN hat das alles nichts zu tun.
    Tischtennis spielen
    Topfschlagen ???
    Schnitzeljagt???
    u.a.
    Und das alles unter dem Deckmantel der"Bürgerbeschäftigung"
    welche ja unsere OB Frau Pia Findeiß als Wegweisend für Deutschland hingestellt hat.Ausführlicher Bericht folgt.

  • #2

    Fredi (Samstag, 04 Dezember 2010 12:20)

    Tischtennis, Topfschlagen, Schnitzeljagd?

    Etwas ähnliches, nicht nur in Zwickau:
    http://almenbaer.wordpress.com/2010/12/02/der-gipfel/

    (Apropos "Gesundheitstag": Blutdruckmessung und Körperfett-Analyse würde auch vielen, vielen, vielen unserer Politiker nicht schaden).

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