So
12
Sep
2010
Wochenbericht 36. Kalenderwoche
Was gab es so in der 36. Woche? In den Sprechstunden wieder das Problem Bewilligungsbescheide. Für jeden ALG II-Empfänger ein Rätsel, des Rätsels Lösung ist wie schon so oft geschrieben, nicht nachvollziehbar. Wenn die Lösung gefunden ist, ist es wie immer noch rätselhaft, wie ein SB oder eine SBin zur Lösung gekommen ist.
In den 2 Wochensprechstunden in Zwickau u. in Glauchau gab es 7 Bescheide zu prüfen, davon war einer ok. zwei gehen in Widerspruch, ein Bescheid kann nur noch über einen Anwalt geklärt werden. Der Rest muss ganz einfach von den SB erklärt werden, denn da finden schon verschlungene Rechenwege statt. Mit der Erklärung wird es vermutlich wie immer Probleme geben, denn Information oder Beratung, nicht nur über Bescheide der Leistungsbewilligung, sind in den ARGEn so gut wie nicht vorhanden.
So hat Gegenwind vermutlich auch dieses Verbot bekommen, Informationen an die ALG II-Empfänger zu verteilen. Menschen die nachfragen, ihre Rechte kennen und informiert sind, die nicht einfach alles unterschreiben was ihnen vor die Nase gelegt wird, die sind in der ARGE, hier wieder Zwickau Stadt, nicht gern gesehen. Wir von Gegenwind sind wahrscheinlich zum Feind Nr. 1 ernannt.
So wird sich vermutlich die Geschäftsführung der ARGE der Stadtverwaltung bedient haben, um uns ein Verbot aussprechen zu lassen, „verteilen von Info-Flyer im Betriebsgelände verboten“!
Die neueste Masche gegen die Erwerbslosen und gegen die, die Unterstützung und Infos über Rechte u. auch Pflichten geben. Stadtverwaltung und ARGE Hand in Hand, eine tolle Verbindung und das unter einer der SPD angehörenden Oberbürgermeisterin. Ach ja, die SPD war doch der Architekt dieser HARTZ IV Gesetzgebung zusammen mit den grünen Blumenkindern.
Jetzt kann auch jeder Mitarbeiter in einem gehobenen Dienstgrad der ARGE, z. B. ein Teamleiter bei U25, der zu einem Gespräch gerufen wird über sein oder nicht sein entscheiden. Wie schon so oft geschehen in der ARGE Zwickau Stadt.
Der Fall: eine junge Erwerbslose ist überglücklich, sie hat eine Arbeit gefunden u. kann/könnte sofort anfangen, nur sie hat kein Auto und das ist mehr als notwendig. Sie wendet sich also vertrauensvoll an ihre ARGE, wegen der Finanzierung. Sie hat schon nach preisgünstigen Autos geschaut und hat Angebote mit, denn von HARTZ kann sie sich kein Auto zusammen sparen.
Der Teamleiter und seine Worte, zu teuer, nein das bezahlen wir nicht, gehen sie in die alten Bundesländer arbeiten, da bekommen sie eine Fahrkarte bezahlt usw. Die junge Erwerbslose hat schon in den alten Ländern gearbeitet und möchte sich hier eine Zukunft aufbauen, denn sie hat einen Job, wo sie sofort anfangen kann.
Es hängt nur am Auto und der Teamleiter bleibt hart. Soll sie sich vielleicht eine Schrottlaube zulegen, und den ersten Lohn in Reparaturen investieren?
Über die Summe, die von der ARGE getragen werden soll braucht nicht gesprochen zu werden, aber eine Arbeitsaufnahme verhindern und weiter ALG II zahlen, das ist schon Schikane. Da soll der Leistungsbezug gemindert werden und eine noch so schlecht bezahlte Arbeit angenommen werden und hier?
Weil immer die Steuergelder genannt werden, von denen die ALG II Leistungen erbracht werden, ist das doch in die Zukunft gesehen, Verschwendung von Geldern durch den Teamleiter. Noch dazu, wo er seinen Lohn/Gehalt auch aus dem Steuergeldtopf bekommt.
M.Madaus
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







