Mo
02
Aug
2010
Wochenbericht 30. Kalenderwoche
Am vergangenen Montag waren wir erstaunt über den Zulauf zur Sprechstunde, da wir ehrlich sind und keine Zahlen schönen, geben wir zu, dass nur 1 Hilfesuchender gekommen war.
Dass, sich die Arbeit in den ARGEn so positiv geändert haben soll und alles nach dem vorgegebenen Recht erledigt wird, brauchen wir nicht glauben. Sagen wir eben Sommerloch, wie es uns von Regierung und Medien bekannt ist. Löcher können gestopft, zugeschüttet oder anderweitig geschlossen werden und so tun wir es von Gegenwind nun auch, mit:
Tipps oder arge Sachen
Irgendwie ist bekannt geworden, dass ARGE-Mitarbeiter wieder sehr kreativ geworden sind, sie verlangen in regelmäßigen Abständen Zeugnisse von Schülern. Es passiert zwar noch nicht überall, jeder sollte auf solche Dinge aber vorbereitet sein. Bekannt gemacht wurde diese Sache bei „Spiegel Online“(28.07.10) und es ist auch auf einen bekannt gewordenen Fall verwiesen.
Die Bundesagentur weist solche Berichte entrüstet von sich, verteidigt aber zugleich Maßnahmen, dass Schulzeugnisse verlangt werden können. Ja was nun, die BA immer um keine Antwort verlegen sagt: wenn Schüler Nachhilfe beantragen oder es bezweifelt werden kann, dass Schule oder die Ausbildung überhaupt besucht wird.
Sollte so eine Art der Überprüfung kommen, dann der Hinweis, die Vorlage von Zeugnissen ist immer freiwillig. Rechtens ist die Aufforderung zur Vorlage einer Schulbescheinigung, ansonsten besteht keinerlei gesetzliche Grundlage Zeugnisse zu verlangen. Wenn die Eltern aufgefordert werden sollten Zeugnis Kopien in der ARGE vorzulegen, können sie sich weigern. Sollte es so verrückt kommen, dass noch Sanktionen drohen, dann sofort Widerspruch und Klage.
Hier noch ein Originalauszug aus „Spiegel Online“: Doch die Bundesagentur für Arbeit weiß wie man gesetzliche Regelungen umgehen kann und gibt folgende Weisung heraus, falls sich Eltern der Schüler weigern, die kopierten Zeugnisse vorzulegen: „Sollte der Jugendliche (...) nicht zu einer freiwilligen Selbstauskunft bereit sein“, sei die „Einschaltung des Psychologischen Dienstes“ in Betracht zu ziehen.
Der gesamte Beitrag im Original bei: www.gegen-hartz.de
Am 27.07.2010 hatte der DGB, Die Linke und Gegenwind e. V. Arbeitsloseninitiative Glauchau-Zwickau zu einer Demo in Zwickau aufgerufen.
Aus diesem Grund hatte Gegenwind e. V. die Sprechstunde in Glauchau ausfallen lassen um dabei zu sein.
Der Slogan der Demo:
Jetzt reicht`s
Die Wirtschaftskrise soll nur der „kleine Mann“ ausbaden.
Wir sind das Volk und wir machen diese Politik nicht mehr mit!
Diese Worte und weit über 1000 verteilte Flyer sollten doch, so glaubten die Organisatoren schon einige 100 Zwickauer und Bewohner des Umlandes zum Protest bringen. Aber leider, es war mehr oder weniger, wieder ein Protest, eine Demo mit denen die dazu aufgerufen haben.
Die Frage tut sich auf, wo ist die Bevölkerung? Leben denn Tausende im Dornröschenschloss oder denken viele, mich betrifft das nicht. Es betrifft alle und alle heißt auch alle, ob Erwerbsloser, Arbeiter, Angestellter, Rentner und die Jugendlichen, keiner wird in diesem Deutschland von den angekündigten Sparmaßnahmen verschont bleiben.
Hinter den verschlossenen Türen der Koalition, wird fleißig gearbeitet um das Letzte noch aus der Bevölkerung zu holen.
Ab einen Kontostand von einer Million kann jeder beruhigt sein, denn er ist nicht Bevölkerung, sondern privilegiert und bekommt dann auch Geschenke von der regierenden Chaoskoalition.
Das alles ist bekannt und wenige begreifen, was auf sie zukommt, wir sind bald auf der Stufe eines Entwicklungslandes zumindest mit den Löhnen und der Trend nach unten geht weiter. Wann wachen wir auf, wann sehen wir was Wirklichkeit ist?
Erst dann wenn die Wohnung nicht mehr finanzierbar ist, oder der Lohn noch weiter abgesenkt wird, ja wann?
Uns wird von Wirtschaftswachstum erzählt, mag schon sein aber die Bevölkerung merkt davon nichts, denn auf ihre Kosten wird die Wirtschaft saniert incl. die Banken.
Schlafen wir endlich aus, tragen wir den Protest auf die Straße, verweigern wir uns zu Niedriglöhnen zu arbeiten, lassen wir uns nicht erniedrigen wenn wir keine Arbeit bekommen.
Wehren wir uns!
Dass was am vergangenen Dienstag in Zwickau stattfand, ist für die Zwickauer eine absolute Niederlage, soviel Desinteresse kann doch nicht sein.
M. Madaus
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







