Sa
03
Jul
2010
Fußball-WM 2010: Deutschland verliert! Putz´ mir den Pool!
Wenn meine Informanten mich korrekt unterrichtet haben, so spielt heute die Fußballmannschaft der BRD gegen irgendwen in Südafrika. Ich habe es ja nicht so mit Fußball, ich muß arbeiten. Für derartige Vergnügen lassen mir Job, Familie und Garten keine Zeit. Aber in einem Land von 80 Millionen Einwohnern, von denen 53 Millionen keiner versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen und 27 Millionen den Kommödiantenstadel in Berlin und anderswo finanzieren, werden sich schon genug vollversorgte Zuschauer finden. Heute ist auch Samstag, da haben die Tafeln geschlossen, die Beschäftigungsprogramme der ARGEn machen Pause so daß auch die Arbeitslosen Zeit haben, den Ball zu verfolgen.
Eigentlich kann man jetzt schon sagen, wer verlieren wird: Deutschland. Auf jeden Fall. Je deutscher die Deutschen werden (und es wird ja immer schwarz-rot-goldener im Land, ich warte schon auf die Show “Deutschland sucht den Superdeutschen”) umso mehr Kröten dürfen sie schlucken, aktuell ist es diese:
Die Koalition will bei den gesetzlichen Krankenkassen den Beitragssatz offenbar wieder erhöhen. So ist eine Anhebung des einheitlichen Beitragssatzes auf 15,5 von derzeit 14,9 Prozent des Bruttolohns angedacht.
Hoffentlich gewinnen die Deutschen heute nicht … und erst recht dürfen sie nicht Weltmeister werden, sonst geht die Mehrwertsteuer auf 21 %.
Zug um Zug, Schritt für Schritt. Jedenfalls … für normale Bürger. Andere Bürger haben mit dem “Restverkehr” (den Begriff habe ich aus einer Werbebroschüre für den Mercedes der S-Klasse, fand ich sehr bezeichnend, den Blickwinkel) nicht so viel am Hut. Sie fahren gepflegt ihre Steuergelder ins Ausland – erst recht während der WM, wo auch die Finanzfahnder abgelenkt sind. Und wenn die Fahnung nach der WM dann wieder loslegt: keine Sorge, Ackermann hat Vorsorge getroffen:
Die Deutsche Bank ist in einem der größten Wirtschafts-Strafverfahren, die derzeit in der Bundesrepublik anhängig sind, vorab vor einer Durchsuchungsaktion in ihren Büros informiert worden.
Da hat wohl jemand gute Kontakte zum Amt. Gute Kontakte sind ja auch wichtig im Leben. Sieht man immer wieder, zum Beispiel bei Gerhard Schröder, dem Mann, der uns allen Armut per Gesetz beschehrt hat, worüber sich Millionen Menschen auch heute noch tagtäglich freuen – auf beiden Seiten des Schreibtisches. Die ARGE ist ja nicht nur Resteverwertung für Arbeitskraft sondern auch für überschüssige Verwaltungskräfte der Behörden. Das alles ist aber schon längst nicht mehr die Welt des Herrn Schröder, der speist an anderen Tafeln – ohne abgelaufene Lebensmittel, die die Industrie auf diese Weise günstig entsorgen kann.
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,680306-9,00.html
Schröder indes legt sich fest: Seine Steuererklärung will er niemandem zeigen. Was könnte da wohl alles drinstehen? Rednerhonorare in Höhe von 50.000 Euro Minimum pro Auftritt, 150.000 Euro von Ringier, 50.000 Euro (plus Prämie) von Rothschild. 250.000 Euro Vergütung für den Nord-Stream-Job, 200.000 Euro für das Mandat bei TNK-BP. Pensionsgelder von rund 100.000 Euro.
Der wahre Luxus, so Schröder, seien für ihn allerdings nicht Grundbesitz und ein dickes Konto, sondern dass er nach wie vor herumkutschiert werde. Er hat als Kanzler a. D. Anspruch auf Dienstwagen und Chauffeur. Und er nutzt, wenn es irgend geht, Mitfluggelegenheiten in den Privatjets seiner Auftraggeber.
Den wahren Luxus finanzieren wir mal wieder als Steuerzahler…. oder als Beitragszahler. Auch als Preiszahler sind wir gerne gesehen. Zahlvieh halt. Und Stimmvieh.
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







