Mi

09

Jun

2010

Sparpaket

Eigentlich wollte ich mir einen Kommentar zum Sparpaket sparen, denn es wird schließlich schon genug geschrieben und auch genug geschrien. Am lautesten und kräftigsten beteiligen sich die SPD und die Gewerkschaften daran. Dabei hätten sie doch allen Grund zur Freude, denn waren es nicht SPD, Grüne und die Gewerkschaften die Hartz IV eingeführt haben und nun gefällt ihnen die eigentlich konsequente Weiterführung dieser Politik nicht mehr.

Jedem SPD Politiker oder Gewerkschafter der gegen dieses Kürzungspaket wettert, sollte der Schlag treffen. Es ist einfach nur abartig, wenn solche Leute die Worte „sozial ungerecht“ und dergleichen in den Mund nehmen. Sie empören sich zum Beispiel gegen die Streichung der Rentenbeiträge, dabei waren sie es, die vor nicht allzu langer Zeit die Rentenbeiträge der Arbeitslosen halbiert haben. Besonders ein Herr Steinmeier, der maßgeblich an Hartz IV mitgewirkt hat, sollte sofort von der politischen Bühne verschwinden. Die sich schnell in der Politik verbreitende römische Demenz scheint ein ernsthaftes Problem zu werden.

 

Aber nicht nur in der Politikerriege ist die Welt nicht mehr in Ordnung. Auch unter denen, die unter dieser krankhaften, von Gewinn, leistungslosem Profit und Macht getriebenen Lumpenelite zu leiden haben, liegt vieles im ARGEn.

Fast täglich erleben die Leute wie sie in einer Art und Weise drangsaliert, bevormundet und belogen werden, die eigentlich weder hinnehmbar noch tolerierbar ist. Die Moral scheint bei den ausführenden aus Angst oder bei einigen auch aus Spaß gegen null zu tendieren. Es wird aber geduldig und gottergeben ertragen.

 

„Wir können ja sowieso nichts machen“

 

„Es ändert sich sowieso nichts“

 

„Ich kann mich schon wehren“

 

Das sind alles Sprüche, die man am laufenden Band zu hören bekommt. Stehen wir vor den ARGEn, klopft man uns auf die Schulter und sagt „Solche wie ihr müsste es mehr geben“, „Das macht ihr gut, weiter so.“, oder „Gut dass sich mal jemand drum kümmert.“. Es finden sich aber keine Leute, die einmal sagen da mache ich mit.

 

Solange die Betroffenen nicht wirklich begreifen, dass wir schon in einer Phase sind, in der normaler Protest wahrscheinlich nicht mehr ausreicht und das man selbst etwas tun muss, solange werden die Ackermänner in der tiefsten Krise Milliardengewinne melden und der normalen Bevölkerung und den Arbeitslosen werden immer neue Grausamkeiten zugemutet. Aber auch Arbeitsplatzbesitzer und kleine Gewerbetreibende müssten sich dem Protest mit anschließen. Sie alle werden früher oder später von dieser Raubritterpolitik eingeholt werden. Spätestens dann, wenn der Lumpenelite das Geld ausgeht, oder es wieder verzockt ist, spätestens dann braucht man neue Rettungsschirme, die man sich von der Bevölkerung aufspannen lässt.

 

Sollten jetzt Leute aufgewacht sein und den Drang in sich spüren mitzutun, können sie sich gern bei uns melden.

 

A. Pianski

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading