Mo

07

Jun

2010

Information und Hilfe für Erwerbslose nicht erwünscht?

Immer wieder bekommen wir zu hören, dass Initiativen die sich für Erwerbslose einsetzen von verschiedenen Spendern Hilfe und Unterstützung bekommen. Bei Treffen in Wiesbaden und Düsseldorf, konnte keiner nachvollziehen, dass es im Raum Glauchau-Zwickau einfach nicht gehen soll. Wir als Verein haben schon mehrere Organisationen angeschrieben und erklärt, dass wir dringend Räumlichkeiten brauchen um eine bessere Arbeit anbieten zu können. Unsere Arbeit u. unser Angebot sollen sich nicht nur auf Information und Beistand bei den ARGEn beschränken, es liegen Pläne vor, wie wir Erwerbslose noch besser unterstützen können.

Es ist angedacht, einen Treff für Erwerbslose zu organisieren, der täglich besetzt ist und wo auch Meinungsaustausch und gegenseitige Hilfe bei Problemen untereinander angeboten werden kann. Eine Anlaufstelle für die, die unverschuldet in eine prekäre Lebenslage gekommen sind und die Hilfe brauchen, unabhängige Hilfe. Alle Organisationen und etablierte Vereine in Glauchau inklusive der Kirchen haben für diese Richtung, Erwerbslosenbetreuung keine für uns nutzbaren Räume, da sich der Verein nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert können wir keine Miete und Nebenkosten zahlen. Wir brauchten einen Sponsor, der diese Kosten vorerst übernehmen Kann. Da es in den Bundesländern zwischen Niedersachsen und Bayern die Möglichkeit gibt, dass Kommunen oder andere Träger den Initiativen ein Dach über den Kopf möglich machen und sie auch anderweitig unterstützen, ist es für uns hier ein Dilemma.

 

Ein Beispiel aus Reutlingen:

 

Die unabhängige und kostenlose Erwerbslosenberatung kann in Reutlingen weitergeführt werden! (25.05.2010) Die Arbeiterbildung e.V. dankt allen Spendern, die es ermöglicht haben, dass die Beratungsarbeit auch 2010 weitergeführt werden kann. Wie der Vorstandsvorsitzende, auf der Mitgliederversammlung am 21 Mai bekannt gab, sind bislang Spenden von über 13.500 Euro eingegangen. Zusätzlich stehen für die nächsten 12 Monate weitere Spenden in Höhe von 200 Euro pro Monat zur Verfügung. Eine qualifizierte Sozial- und Erwerbslosenberatung müsse auch zukünftig für Betroffene mit meist geringem Einkommen zur Verfügung stehen. Es gehöre zu den demokratischen Grundfesten, unabhängig vom Einkommen zu seinem Recht gelangen zu können. Doch auch ohne die bisherige Unterstützung von Gewerkschaften, der Stadtverwaltung und Teilen des Gemeinderates wäre die Arbeit in den letzten Jahren nicht möglich gewesen. Man hoffe auch weiterhin auf diese Unterstützung, auf die der Verein angewiesen sei.

 

Das wir an 2 Tagen in der Woche jeweils 2 Stunden in Zwickau und 4 Stunden in Glauchau Räume der Partei „Die Linke“ nutzen können ist für uns die einzige Unterstützung, nicht vergessen möchten wir, dass uns in Zwickau der Landtagsabgeordnete Sebastian Scheel, durch die Vermittlung der Kreistagsabgeordneten Simone Hock, 1 Mal im Monat das Politikkontor für einen Abend überlässt. Hier wollen wir mit unseren „Treff am Donnerstag“ interessante und auch brisante Themen in einem weiten Spektrum ansprechen. Die Ideen sind da, es ist viel geplant doch wir kommen nicht weiter, denn ohne Unterstützung von Sponsoren, die eine solche Arbeit verstehen und anerkennen, kann ein Verein wie wir die ganzen Probleme nicht stemmen. Kann es Reutlingen nicht auch in Glauchau oder Zwickau geben, es geht hier eben auch um demokratische Grundfesten für die, deren Einkommen nicht reicht!

 

M. Madaus

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Kommentare: 2

  • #1

    Hans-Jürgen Reglitzki (Dienstag, 08 Juni 2010 15:05)

    Für eventuelle Sponsoren nur noch die Ergänzung, dass uns vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit bestätigt wurde. Das heisst, wir dürfen Ihnen, egal ob Geld oder geldwerte Spenden, eine steuerbegünstigende Spendenbescheinigung ausstellen.

    Hans-Jürgen Reglitzki

  • #2

    Beobachter (Samstag, 17 Juli 2010 06:24)

    Ich würde die Arge um einen Raum fragen, Ihr würdet den ein guten Dienst erweisen.

    Die Arge berät täglich falsch und das ist nach § 14 aber Ihre Pflicht richtig zu beraten sonst wird es teuer.

    Hatte mir das Schauspiel in der Arge mal 3 Stunden angesehen als ich für eine Kollegen der ein Problem hatte mit einem Antrag der beim ersten mal abgelehnt wurde.

    Beim Zweitbesuch hatte ich nur darauf hingewiesen bitte bestätigen Sie das dieser Antrag nicht gewehrt wird , wurde verweigert. Da ich keine Lust hatte zum Diskutieren sind wir zum Amtleiter obwohl das auch verweigert wurde, aber Tür war ja auf -)

    Dauerte 20 min und ich sagte nur halten Sie sich an das Gesetz oder Bestätigen Sie das Sie mit Unterschrift die Leistung Verweigerung auf dem mitgebrachten Formular.

    In dem Moment würden ein klarer Fall von Mißachtung bestehender Gesetz vorliegen und noch Unterschrieben das für die Sachbearbeiter das Gesetz nicht gilt.

    Es wurde sehr schnell genehmigt und auf einmal waren alle sehr nett und es lief.

    Die eine Hand weiß nicht was die andere macht habe ich das Gefühl gehabt und einige Mitarbeiter sehr überheblich und nicht ausreichend ausgebildet für den Job.

    Diese wissen nicht das auch diese haften wenn es z.B. dazu kommt das jemand aus der Tür gedrängt wird und nur ein Wort was an für Anzeige Nötigung / Beleidigung ausreicht.

    Normalerweise wäre ein kleines Anwaltsbüro gegenüber der Arge die totale Marktlücke -)

    Staat bezahlt Klage und man könnte es gleich am selben Tag einreichen, es ist aber wirklich traurig wenn die Menschen so behandelt werden.

    Lasst euch nichts gefallen und ich glaube nicht das es ein Einzelfall war das es auf einmal funktionierte.

    Es ist wichtig seine Rechte zu kennen und auf diese zu bestehen ,und sich einschüchtern lassen schon mal garnicht.

    Viel Erfolg!

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