Mo

03

Mai

2010

Erwerbslose und die Besinnung auf sich selbst

Anstoß zu diesen Zeilen,ist ein Beitrag im „Kölner Erwerbslosen-Anzeiger", mit der Überschrift „Selbstorganisierung als Alternative zu gewerkschaftlicherStellvertreterpolitik". Es ist wirklich an der Zeit, dass die Erwerbslosen, dieBeschäftigten im Niedriglohnbereich, die Kurzarbeiter sich darauf besinnensollten, ob es nicht besser wäre das Schicksal, dass ihnen aufgezwungen wird,selbst in die Hand zu nehmen und den Widerstand zu organisieren?

Es sollte sich darauf besonnen werden, dass keiner helfen wird, wenn auch viele noch auf die Gewerkschaften setzen. Es ist erwiesen, dass die Gewerkschaften an der unsäglichen Hartz IV-Gesetzgebung und deren Umsetzung nicht unschuldig sind. Wo sind die Gewerkschaftsvertreter, wenn sie um Hilfe angegangen werden, was tun sie gegen Zwang und Druck den die ARGEN auf Erwerbslose ausüben, was tun sie gegen Vermittlungen in den Niedriglohnsektor? Der Bereich Niedriglohn ist nur möglich, weil einfach von den sogenannten Arbeitervertretern weggeschaut wird und statt mit aller Kraft gegen diese Ausbeute von Arbeitskraft anzukämpfen.

 

Die obersten Bosse der Gewerkschaften sind doch mit den Arbeitgebervertretern auf du und du, sie sitzen in Aufsichtsräten und segnen Tarife ab die irgendwann ausgehebelt werden und dem Niedriglohn noch weiter Tür und Tor öffnen. Der „Kölner Erwerbslosen –Anzeiger“ schreibt dazu <Gewerkschaft? Nein, danke!>

 

Es gibt sie dennoch, die wenigen Gewerkschafter, die ihre Sache ernst nehmen und gegen Hartz IV, Ausbeute durch Niedriglöhne usw. ankämpfen. Diesen Leuten wird aber von den eigenen Oberen mit einer Ignoranz begegnet, dass wenn man mit solchen echten Gewerkschaftern zusammen kommt, diese nur noch zu bedauern sind, denn es gibt keine Unterstützung.

 

Die Arbeit von Erwerbsloseninitiativen, wird von gewerkschaftlicher Seite kaum unterstützt, nicht einmal die eigenen Gruppen haben einen festen Halt. Man achtet sehr darauf, dass sich Konform der Agenturen für Arbeit und ARGEn  verhalten wird, sind Gewerkschaften für Erwerbslose überhaupt noch brauchbar? Auch diese Frage wird im Beitrag des „Kölner Erwerbslosen-Anzeiger gestellt.

 

Wir hier vor Ort im Raum Zwickau, werden, so ist zu vermuten von den Gewerkschaften auch nicht gern gesehen. Wenn auf Anfragen keinerlei Antwort kommt und einfach alles ignoriert wird, was an Arbeit mit dem und für die Erwerbslosen getan wird, dann ist vermutlich doch die Wahrheit sehr nahe. Alle Betroffenen, ob eben Erwerbsloser, Niedriglöhner, Kurzarbeiter oder auch Arbeitnehmer u. Arbeitnehmerin, die z. Z. noch eine feste Beschäftigung haben, schließt euch zusammen, denn

 

„Solidarität muss gelebt werden“!

 

In diesem ansonsten immer noch reichen Deutschland kann es jeden treffen ohne Arbeit zu sein!

 

M. Madaus

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