Arge Glauchau
Glauchau - Wenn man seit November von der ARGE kein Geld bekommt, weil die ARGE ganz einfach rechtswidrig ihre Arbeit macht, ist das ein Skandal, aber wie sie sich dann gegenüber dem Betroffenen
und seinen Beiständen verhält ist schon übelst.
Der junge Mann war allein bei der ARGE vorstellig geworden, weil er nach Monaten endlich den Bewilligungsbescheid bekommen hatte. Er wollte Bargeld, weil trotz Bewilligungsbescheid noch kein Geld
auf dem Konto war. Er wurde mit der üblichen Masche und einem Termin 4 Tage später abgebügelt, worauf er sich bei Gegenwind meldete und um Beistand bat.
Die Mitarbeiterin am Eingangstresen verweigerte jegliche Weiterleitung des Begehrens und verwies stets auf den Termin. Daraufhin wurde die Teamleiterin verlangt. Sie verweigerte auch beharrlich
die Zahlung von Bargeld und schob dem Hilfesuchenden die Verantwortung für die späte Bearbeitung zu. Ständig hätten Unterlagen gefehlt. Auf das Argument der Beistände, dass dann die Zahlung
vorläufig vorzunehmen ist und der Kunde nicht so lange auf Hilfe warten muss, reagierte sie überhaupt nicht. Barzahlung lehnte sie mit der Begründung ab, dass man die Angelegenheit erst prüfen
müsse. Wenn der Bewilligungsbescheid schon ausgestellt ist, braucht nichts mehr geprüft zu werden. Das interessierte sie ebenfalls nicht. Das war reinste Schikane oder Faulheit, da der Feierabend
in Gefahr war. Da hier keine Lösung in Sicht war, wurde der Vorgesetzte der Teamleiterin der Eingangszone Glauchau verlangt. Überheblich und völlig arrogant behauptete sie, dass das nicht ginge,
da sie schon in der obersten Hierarchie angesiedelt ist und nur die Geschäftsleitung über ihr steht und die sitzt in Hohenstein. „Teamleiterin der Eingangszone" mit völliger
Selbstüberschätzung.
Auf die Aussage, dass man selbst zum Vorgesetzten geht, erwiderte sie, wie es so üblich ist, mit der Drohung des Hausverbotes, wenn man das selbst macht.
Wie das Beispiel wieder zeigt, unwissende, unfähige, überhebliche und sich selbst überschätzende Mitarbeiter in einer sozialen Serviceagentur. Es stört keinen, es geht keiner dagegen vor und der
Betroffene muss es ausbaden.
Verantwortlich ist die Geschäftsführung, die diese Personalpolitik betreibt. Wie uns Arbeitslose berichtet haben, ist eine Mitarbeiterin gleichzeitig als Kassiererin im Kaufland tätig gewesen und
in der ARGE. Wo bitte schön sollen solche Leute die fachliche und soziale Kompetenz herbekommen. Das Ergebnis kann dann jeder beim Besuch der ARGE hautnah miterleben. Mitarbeiter, die ein
Gewissen haben, halten es sowieso nicht lange in dieser Anstalt aus. Übrig bleiben dann mit der Zeit die skrupellosen, die denen Schikane Spaß macht, die die schon immer mal Macht über andere
ausüben wollten.
Hier sollte jeder Betroffene sein Gegenüber fragen, was er für Ausbildung hat, um diesen Beruf überhaupt machen zu können. Sie sind verpflichtet Auskunft zu geben. Kann nichts nachgewiesen werden
sollte man auf einen sachkundigen Berater bestehen. Eine Kassiererin aus dem Supermarkt, wobei das auch ein ehrenwerter Beruf ist, hat nun mal keine Kenntnisse in der höchst komplizierten
Sozialgesetzgebung und es ist anzunehmen, dass auch Aktenführung im PC und als Papiervariante nicht beherrscht wird. Dadurch erklärt sich auch der massenhafte Verlust von Schriftstücken. Aber
solange sie das den Betroffenen noch in die Schuhe schieben können, ist in der Anstalt noch alles in Ordnung.
Das in diesen Anstalten nicht unbedingt Fach- und Sachkompetenz an der Tagesordnung ist, beweisen auch die ständig wachsenden Widersprüche und Klagen und deren Ausgang zu Gunsten der Betroffenen,
aber das stört auch keinen so wirklich.
A. Pianski
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







