Mi
21
Apr
2010
Hartz-IV-Empfänger erleben ihre Arbeitsvermittler grundsätzlich als freundlich und vertrauenswürdig
So will das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in einer repräsentativen Umfrage festgestellt haben.
Hier ist aber eindeutig anzunehmen, dass wie bei den Arbeitslosenstatistiken, kräftig nachgeholfen wurde, um so ein Ergebnis zu Stande zu bringen. Lügen, beschönigen und manipulieren, dass sind
die Vorgehensweisen, um die Bevölkerung im guten Glauben zu lassen, dass alles seine Ordnung hat. Wer jedoch die Praxis kennt stellt ganz andere Zustände in den ARGEn fest.
Kommen Leute von außen mit den Gepflogenheiten in den ARGEn in Berührung, dann ist ungläubiges Staunen und Kopfschütteln angesagt. So sagte uns eine Sozialarbeiterin, die mit einem Betreuungsfall in der ARGE war: Das hätte ich mir nie träumen lassen was ich in der ARGE erleben musste. So wird es wahrscheinlich allen gehen, die das erste mal diese grundgesetzlosen Anstalten betreten.
Deshalb ist es eine Frechheit und Verunglimpfung Hilfebedürftiger durch dieses Bundesagentur eigene Institut.
Aber lesen sie dieses Schauermärchen selbst.
Arbeitslosengeld-II-Empfänger schätzen ihre Arbeitsvermittler grundsätzlich als freundlich und vertrauenswürdig ein. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von mehr als 3.000 Hartz-IV-Beziehern durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. „Allerdings bewerten viele Arbeitsuchende ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt trotzdem negativ und sind der Meinung: Auch eine intensive Beratung könne diese kaum verbessern", so die Arbeitsmarktforscherin Anita Tisch.
Arbeitslosengeld-II-Empfänger unter 25 Jahren stehen ihren Vermittlern skeptischer gegenüber. Sie fühlen sich in stärkerem Maße Vorschriften und Forderungen ausgesetzt. Dennoch glauben 70 Prozent der Jüngeren, dass die Beratung und Betreuung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Generell gehen sie von guten Vermittlungschancen aus. Ältere beschreiben den Kontakt zu ihrem persönlichen Ansprechpartner meistens als freundlich und vertrauensvoll, doch meinen nur gut 50 Prozent, dass die Beratung ihre Situation verbessert.
Aus den Befragungsergebnissen ist nicht abzuleiten, ob die Vermittler Älteren gegenüber tatsächlich freundlicher auftreten, oder ob die unterschiedliche Bewertung auf eine kritischere Wahrnehmung der Jüngeren zurückzuführen ist. „Da die Arbeitsvermittler rechtlich verpflichtet sind, unter 25-Jährige umgehend in Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln, ist auch denkbar, dass sie höhere Erwartungen an die Kooperationsbereitschaft der jüngeren Hilfebedürftigen stellen und verstärkten Druck auf unter 25-Jährige ausüben", so IAB-Expertin Tisch.
A. Pianski
Kommentare: 2
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#1
Es gibt wirklich nette Vermittler,aber auch unfreundliche und willkürliche. Die Leute dort stehen unter Druck,werden oft beleidigt und ihr Job ist selber unsicher. Das Arbeitspensum ist enorm in den ARGEN.Hinzu kommen unklare Rechtsverhältnisse bei den Entscheidungen und Bescheiden,denn selbst Juristen haben da oft Probleme mit. Hartz 4 ist gesamt betrachtet der größte Unsinn,Klagen kosten Geld, Berge von Papier und ständige Gesetzesänderungen lassen die kochende Suppe nicht abkühlen.Die Politik hat es verursacht,die Krise durch Raffsucht entstanden kommt hinzu.Nun sollen wir es ausbaden und die ARGEN müssen den Quatsch umsetzen.Ziemlich feige von den Eliten der Nation.Ich gebe den ARGEN keine Schuld an dem Hartz 4 Stress. Sie sind nur Werkzeuge. Sachbearbeiter sind auch nur Menschen. Vermittler haben noch mehr Druck,Quoten müssen her.Es gab sogar eine Reportage im TV,wo ein Vermittler ausgestiegen ist und die Seite gewechselt hat. Er konnte die Ungerechtigkeit und die Praktiken nicht mehr mit sich vereinbaren.Auch da haben die Vermittler einen übergeordneten Chef und sie müssen streng den Anordnungen folgen.Bisher kenne ich durchgehend nur freundliche Vermittler,wobei 2 davon mit mir auch privat in gutem Kontakt stehen. Denen gefällt es auch nicht,wie mit den Menschen manchmal sanktioniert umgegangen wird.Insgesamt ist es so : Wie ich im Wald hineinrufe,so schallt es hinaus.Ich lasse mir nicht einreden,ich sei in der sozialen Hängematte glücklich. Soll der Staat doch ABM Stellen schaffen wenn es keine Arbeit gibt.Hier bei uns betteln die Leute um 1,20 Jobs. Selbst die sind bereits jetzt für 2010 vergeben. Die Leute wollen arbeiten,also so kluge Politiker-gebt uns doch Arbeit.Die ARGE hat auch keine Jobs.Die Politiker mit dem großen Mundwerk,die sollen den ARGEN die Jobs rüberschieben,dann Hartz 4 abschaffen und schon landen die Frustrationsbomben nicht bei der ARGE und umgekehrt bei den Menschen.
BJO -
#2
Ich kann mich mit den Fakten des IAB nicht anfreunden, denn das IAB ist ein Institut, dass ausschließlich über die BA in Nürnberg finanziert wird. Unter dem Motto "die Hand die mich füttert schlage ich nicht ab" muss man diesen Artikel lesen. Die BA musste mal wieder "schönes Wetter" machen, um wenigstens mal positive Schlagzeilen zu produzieren. Die Praxis, die wir im Verein Tag für Tag erleben sieht allerdings ganz anders aus. Ständig werden unsere Mitglieder durch die fehlende Kompetenz, Unfreundlichkeit, Schikanen und auch Beleidigungen gegängelt. Selbst unsere Mitglieder, die als Privatperson die Begleitung zu den ARGEn auf Wunsch der Hartz-IV-Empfänger übernehmen, werden von den Mitarbeiter/innen der ARGEn gegängelt. Manchmal geht es sogar noch einen Schritt weiter, denn die ARGE-Mitarbeiter/innen scheuen sich teilweise nicht das Gesetz, das den Beistand im § 13 SGB X regelt, zu missachten.
Allerdings gibt es auch in den ARGEn im Kreis Zwickau Mitarbeiter/innen, die wirklich freundlich, kompetent und verständnisvoll sind. Hier reichen aber die fünf Finger einer Hand aus um diese aufzuzählen.
Wer sich gerne die Realität anschauen- und hören will, der kann uns gerne bei unseren Sprechstunden in Zwickau und Glauchau besuchen.
Hans-Jürgen Reglitzki 
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg






