Di
23
Mär
2010
Wochenbericht 11.Kalenderwoche - Update
Dienstag 9.00 Uhr hatte unser Leistungsbezieher ( der seit Febr. keine Leistung bekommen hatte) seinen Termin zur Abgabe seines Antrags auf Leistungen nach dem SGB II. Das Wunder, Punkt 9.00 Uhr haben wir an der Tür der uns genannten Leistungssachbearbeiterin geklopft. Ein freundliches -Guten Morgen-, nehmen sie Platz, da wir 4 Personen waren, entschuldigte sich die Mitarbeiterin für nur 3 vorhandenen Sitzgelegenheiten, was uns aber in diesem Moment nicht störte.
Denn es war das Gegenteil von dem, was uns 4 Tage vorher passiert war, wo wir einfach stehen gelassen wurden und die Mitarbeiterin zu Streiken begann. Kommen wir zurück zu dem was nun geschah,
das Gespräch begann mit den Worten, sie möchten heute eine Barauszahlung und den Neuantrag stellen? Hoppla, Barauszahlung, ohne die widerlichen Probleme und aus dem Nichts gegriffenen Aussagen
von oberster Stelle, das macht im Moment sprachlos, was ist denn nun los? Die Mitarbeiterin, freundlich, kompetent kontrollierte den Neuantrag, dass was offen war wurde von ihr nachgefragt und
zugefügt und bei einer Frage gab es auch eine für Jeden verständliche Erklärung.
Die Antragsabgabe ging so schnell über die Bühne oder besser über den Schreibtisch, dass dann sofort die Barauszahlung in Angriff genommen wurde und die Mitarbeiterin sich auch noch dafür
entschuldigte, dass es eine kurze Zeit dauern kann, weil noch eine 2. Mitarbeiterin dazu gebraucht wurde. Da wartet man schon gern und unser nun doch wieder Leistungsbezieher, der uns um
Begleitung gebeten hatte, war so sprachlos, er konnte es nicht fassen, dass es nach der Schmierenkomödie der vergangenen Woche auch Wunder in der ARGE gibt.
Die Frage die sich uns dann immer wieder stellt ist die, warum verweigert man sich von Seiten der Geschäftsführung die Gesetze die im SGB II festgeschrieben sind, auszuführen und in einer Notlage
unbürokratisch zu helfen, warum können sich Mitarbeiter einfach verweigern ihrer Pflicht nachzukommen, was ist das für ein Umgang und Arbeitsstil einer Sozialbehörde. Der Mitarbeiterin die ihre
Aufgaben am Dienstag so erledigt hat, wie es erwartet wird, sollte doch keine Ausnahme sein, jedenfalls kann nur gehofft werden, dass sie es immer so angeht.
M. Madaus
Gegenwind e. V.
Arbeitsloseninitiative
Glauchau-Zwickau-Cloppenburg







