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22

Feb

2010

2010, was für ein Jahr

Das Jahr ist noch jung, doch die Turbulenzen schon ganz gewaltig. Landauf und Landab, in sämtlichen Medien und auf jeder einschlägigen Internetseite hört und liest man, was doch von den allbekannten Hetzern der Nation für feindliche Sprüche gegenüber den Hartz IV Betroffenen gemacht werden. Man sagt diesen Leuten nach, dass sie dumm sind und keine Ahnung haben.

Ich freue mich über die Guidos und Rolands und finde sie überhaupt nicht dumm und Ahnung haben sie allemal. Schauen wir doch mal die an, die sich von ihren Parteigenossen distanzieren. Da ist eine Angela Merkel, ruhig und besonnen, sagt nicht viel dazu, nur das es nicht ihr Duktus ist was da abgelassen wird. Es sind die vielen Beruhiger, die zehnmal so gefährlich sind wie die Schreihälse. Die Guidos und die Rolands sind ehrlich, sie sind es, die uns reinen Wein einschenken, die uns sagen, was längst beschlossene Sache ist, was auf uns zukommt. Dank ihres Mitteilungsbedürfnisses wissen wir wenigstes wie wir in Zukunft leben, oder besser gesagt, dahinvegetieren werden, wenn sich ihre Meinung durchsetzt.

Dumm sind sie auch nicht. Sie sind hochintelligent und wissen ganz genau wie sie ihrem Klientel zu noch mehr Reichtum und Wohlstand verhelfen können. Das ist doch eigentlich eine feine Sache. Hätten wir so eine Partei und solche Politiker, die sich erfolgreich so für uns ins Zeug legen würden, hätten wir paradiesische Zustände. Nur leider wählen die Leute nicht die, die sie am besten vertreten, sondern die, die am besten Schaum schlagen können und die begnadete Lügner vor dem Herrn sind.
Und jetzt, wo die Plappermäuler ihre strategischen Zukunftsaussichten unters Volk streuen, haben alle nichts besseres zu tun, als den 1000sten Artikel über Schwesterwelle zu schreiben und sich seitenweise über sein faschistoides Menschenbild zu empören. Besser wäre es allerdings, wenn wir uns Gedanken machen würden, was wir dem entgegenzusetzen haben, mit was man die ganzen Wohltaten die auf uns warten, begegnen und abwenden können.

Zur Zeit laufen gigantische Verteilungskämpfe um das, was es überhaupt noch zu verteilen gibt. Nur aus den Reihen der Niedriglöhner und der Hartz IV Bezieher ist es verdächtig ruhig.
Ich glaube, die Zeit des Anprangerns und des darüber Schreibens geht mit Riesenschritten zu Ende. Es müssen Konzepte und Vorschläge auf den Tisch und vor allem Zusammenschlüsse derer, die gewillt und in der Lage dazu sind, dem ganzen Treiben Paroli zu bieten. Denn schon verhandelt die CDU im geheimen und hintenherum mit der SPD, wie man Arbeitszwang am besten einführt und sichert sich die Zustimmung der SPD.

A.Pianski

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Kommentare: 1

  • #1

    Hans-Jürgen Reglitzki (Mittwoch, 24 Februar 2010 10:28)

    Es ist schon dramatisch wie sich der Streit, geschürt von den Herren Koch und Westerwelle, immer weiter zuspitzt. Die Beleidigungen gegen alle Hartz-IV-Emfpänger sind unertragbar. Weiterhin schieben Koch und Westerwelle den Sozialgeldempfängern die Schuld in die Schuhe für das zur Zeit schlechte Lohnabstandsgebot.
    Hallo Wach, sehr geehrte Damen und Herren Politiker!!!
    Nicht wir haben die Dumping- und Billiglöhne in Deutschland eingeführt. Beschuldigen Sie bitte Ihre Kollegen Schröder und Fischer, die die Verantwortung dafür tragen müssen. Die Zwei sind so stolz auf ihre Leistung, das sie quasi nach ihrer Abwahl die Flucht in das Ausland angetreten haben. Schröder flüchtete sich in die Arme von Gazprom (ein russischer Gasmogul und Sponsor von Schalke 04), und Fischer tourt als teurer "Geschichtenerzähler" durch die Welt, und hält bei Wirtschaftsverbänden und an Universitäten seine Vorträge, wie man am bestens die Wirtschaft eines Landes ruiniert, dabei das Vermögen der Aktionäre und Unternehmer katapultartig steigert, und die Arbeitsuchenden dafür verantwortlich macht, sie weiter schikaniert und zur Verzwei-felung treibt.
    Das sind die Schuldigen, und nicht die Armen "kleinen Leute"!
    Nur frage ich mich inzwischen, wie hoch der Leidensdruck der Hartz-IV-Emfpänger ist? Auf Grund der derzeitigen Situation müssten doch Tausende von Menschen auf die Straße gehen, um ihren Unmut und ihre Wut lauthals rausschreien. Schluß mit den Schikanen gegen die Sozialgeldempfänger, und schluß mit den Westerwelleschen Beleidigungen.
    Geht auf die Straße und schreit Euren Protest heraus.
    Hans-Jürgen Reglitzki

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